Mann sieht sich als Opfer eines Angriffs und kriegt Handschellen angelegt

Hauptbahnhof Dortmund

Ein Mann (43) hat im Dortmunder Hauptbahnhof randaliert und Bundespolizisten als Rassisten betitelt – er musste sogar gefesselt werden. Er behauptete, vorher selbst angegriffen worden zu sein.

Dortmund

, 30.11.2020, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 43-Jähriger, der sich zunächst als Opfer eines Angriffs sah, hat am Sonntag (29.11.) plötzlich selbst im Dortmunder Hauptbahnhof randaliert und die Bundespolizisten als Rassisten betitelt, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Gegen 16 Uhr seien die Einsatzkräfte über einen Mann informiert worden, der vor einem Supermarkt im Hauptbahnhof lautstark herumschreien würde. Vor Ort seien sie auf einen Mann aus Gütersloh getroffen, der aufgebracht erklärte, er sei von einer unbekannten Person zu Boden gestoßen worden.

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Einen Tatverdächtigen habe man nicht ausmachen können, auch eine Personenbeschreibung konnte der 43-Jährige nicht geben. Der wiederum echauffierte sich lautstark über die Aufnahme des Sachverhalts durch die Beamten. Weil das vor Ort nicht mehr möglich gewesen sei, sollte der Mann zur Wache gebracht werden, heißt es.

Mehrere Beleidigungen ausgesprochen

Daraufhin habe er die Bundespolizisten mehrmals als Rassisten beleidigt, die ihn sogar fesseln mussten, weil er sich gegen die Mitnahme stark widersetzt habe. Zwar konnten sie auf der Wache weiterhin keine Körperverletzung feststellen, sehr wohl aber, dass der Mann zuvor offenbar Heroin geraucht hatte, heißt es.

Das Videomaterial von dem Supermarkt sei sichergestellt worden, zudem seien gegen den polizeibekannten Mann mehrere Strafverfahren eingeleitet worden.

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