Balkon-Mai-Tanz: Musiker machen Dortmunder glücklich - aber nicht alle

dzFeiern in der Corona-Krise

Der klassische „Tanz in den Mai“ musste wegen Corona ausfallen. Gefeiert wurde in Dortmund trotzdem – auf Balkonen und mit Live-Musik. Das freute viele, doch an einer Stelle gab es Ärger.

Dortmund

, 01.05.2020, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Corona-Krise macht Dortmund Party-frei. Auch der traditionelle „Tanz in den Mai“ musste in diesem Jahr ausfallen. Ein Dortmunder Brüderpaar hat aber trotzdem dafür gesorgt, dass es am 30. April ordentlich Stimmung in Dortmund gab.

Okay, so wirklich in den Mai gefeiert wurde bei den von den Brüdern Lukas und Florian Bölker organisierten Balkon-Partys nicht – denn die einzelnen Feierlichkeiten fanden nur zwischen 20 und 22 Uhr statt.

Nur eine Beschwerde

Trotzdem wurden die „Erwartungen übertroffen“, wie Lukas Bölker unserer Redaktion erzählt. Die Resonanz sei „mega heftig“ gewesen: 800 Zuschauer sollen zwischenzeitlich im Livestream dabei gewesen sein. Für Bölker eine „absurde Zahl“.

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Eine Beschwerde habe es laut Bölker dennoch gegeben: In Eving soll ein Anwohner von der Balkon-Party nicht begeistert gewesen sein, weshalb dort die Feierlichkeiten bereits um kurz nach 21 Uhr vorbei waren.

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Auf Dortmunds Balkonen wurde trotz Corona in den Mai getanzt

An 13 verschiedenen Orten wurde am Donnerstag (30. April) in den Mai gefeiert. Das Programm war vielfältig, von DJ-Sets bis Live-Musik über Cover-Bands. Trotzdem wurden alle Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten.
01.05.2020
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Und die Zuschauer stehen nicht vor der Bühne, sondern befinden sich über den Musikern. Dank Corona ist alles anders.© Oliver Schaper
Der Balkon wird zur Bühne.© Oliver Schaper
Bei den Balkon-Partys haben DJs aufgelegt.© Laurien Brinkert
Die schallende Musik sorgte für Zuschauer in Dortmunds Innenhöfen.© Laurien Brinkert
Sonnenschein und Live-Musik, fast wie eine richtige Party.© Leon Fülber
Sogar Nebel und Beleuchtung gab es bei ein paar Balkon-Partys.© Leon Fülber
Die DJs animieren trotz Sicherheitsabstand ihre Zuschauer zum Mitmachen.© Leon Fülber
Die Stimmung war überall ausgelassen.© Leon Fülber
Auch entspanntere Klänge auf der Akustik-Gitarre war in den Dortmunder Innenhöfen zu hören.© Thomas Koeller
Im Dunkeln kam die Social-Distancing-Party besser zur Geltung.© Laurien Brinkert

Aber das positive Feedback überwiege, so Bölker. Besonders, da die ganze Aktion „komplett ehrenamtlich“ organisiert wurde. Es ging aber nicht nur um das Party machen, sondern auch für den guten Zweck: Bei dem Livestream konnte man für Clubs spenden, die wegen des Corona-Lockdown mit ihrer Existenz zu kämpfen haben.

Wie viel bei den Balkon-Partys gesammelt wurde, lässt sich schwer nachvollziehen. Aber „jeder Cent zählt“, so Bölker.

Spenden für Clubs und Bars

Die Spendenaktionen für die Clubs laufen auch unabhängig vom Livestream weiter und sind auf der Veranstaltungsseite www.boelkerbrueder.de/distanz zu finden. Dort wird unter anderem für die Dortmunder Clubs Silent Dinners, Froilein Meier und Oma Doris gesammelt.

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