Mahnwache gegen Rechts findet am selben Ort und zur selben Zeit wie Neonazi-Demo statt

Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus

Der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus ruft am 21. Oktober zu einem Treffen an einem Ort auf, der dafür steht, was rechter Hass anrichten kann. Dort wollen auch Neonazis demonstrieren.

Dortmund

, 18.10.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mahnwache gegen Rechts findet am selben Ort und zur selben Zeit wie Neonazi-Demo statt

Am 14. Oktober hatten circa 2000 Menschen gegen den rechten Aufmarsch demonstriert. © Oliver Schaper

Am 21. Oktober (Montag) hält der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus („Dortmund - bunt statt braun“) um 19.15 Uhr eine Mahnwache vor dem NSU-Denkmal an der Steinstraße (Nordausgang Hauptbahnhof) ab. Das Bündnis formuliert die Forderung nach einem „Verbot von rechtsextremistischen Hass– und Gewaltaufmärschen“.

Bündnis gegen Rechts: „Wir wollen keine weiteren Mahnmale bauen müssen.“

In einer Mitteilung zur Mahnwache heißt es: „Wir wollen nicht mehr aushalten müssen, wie Neonazis mit ihren Aufmärschen in den Stadtteilen, wie jetzt seit Wochen in der Nordstadt, Menschen einschüchtern dürfen. Wir wollen nicht mehr zusehen müssen, wie die Dortmunder Nazis die NS-Ideologie praktizieren und lebendig halten! Wir wollen keine weiteren Mahnmale für Opfer rechtsextremer Gewalt in Deutschland bauen müssen!“

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Der Protest von rund 2000 Menschen gegen einen rechten Aufmarsch am 14. Oktober war aus Sicht des Bündnisses ein Zeichen des Widerstands. „Gemeinsam mit allen stadtweiten Bündnissen gegen Rechtsextremismus haben wir deutlich gemacht, dass Rechtsextremismus immer zu Gewalt und Tod führt“, heißt es im Aufruf vom „Dortmund - bunt statt braun“.

Am 21. Oktober hat die Neonazi-Partei „Die Rechte“ für 19.30 Uhr die nächste ihrer Demonstrationen in der Nordstadt angekündigt und als Treffpunkt den Nordausgang des Hauptbahnhofs angegeben.

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