Loveparade: Besucher begeistert

DORTMUND Die Bilanz der Loveparade war fast durchgehend positiv – auch bei den Besuchern. Knapp 95 Prozent bewerteten bei einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) noch am Samstag das Techno-Spektakel auf der B1 als „gut bis sehr gut“. Die Analyse in Zahlen.

von Ruhr Nachrichten

, 20.07.2008, 21:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freizügig zeigten sich so manche auf der Loveparade.

Freizügig zeigten sich so manche auf der Loveparade.

Gut für Dortmund: Jeder Besucher gab im Schnitt knapp 90 Euro aus – insgesamt also fast 144 Mio. Euro. Die Hotels waren fast komplett ausgebucht. Die Loveparade wurde per TV in insgesamt 53 Ländern live übertragen, 4,2 Mio. waren per Internet dabei. Bei der Bahn gab es zwar Engpässe, das Konzept mit der Lenkung der Fußgängerströme zu vier Bahnhöfe sei aber aufgegangen, so Bahnhofsmanager Kai Rossmann. Auch auf die U-Bahnen gab es außerhalb der geschlossenen Stationen großen Andrang. Sie rollten bis 4 Uhr im Zehn-Minuten-Takt. Um genau 11.11 Uhr wurde die B1 am Sonntagmorgen wieder für den Autoverkehr freigegeben. Vor allem die 230 Einsatzkräfte der Entsorgung Dortmund (EDG) hatten bis dahin gute Arbeit verrichtet. Sie hatten mit 85 Fahrzeugen nicht nur viel Müll zusammengekehrt, sondern die Fahrbahnen auch vom Schlamm, der nach den Regenschauern die Paradestrecke bedeckte, befreit.Gelitten haben angesichts von Regen und Besuchermassen die Grünanlagen an der B1. Die Verantwortlichen der Stadt nahmen es gelassen: „Da wächst schnell wieder Gras drüber.“Über Stunden gesperrt waren bis in den späten Samstagabend wegen der starken Fußgängerströme zu den Bahn-Stationen Hohe Straße, Hansastraße und das Bahnhofsumfeld, zeitweise auch die Ruhrallee.Ausgezahlt hat sich das vom Ordnungsamt verhängte Glasverbot. Zwischen Hauptbahnhof und Westfalenhallen durften Gläser und Flaschen weder mitgenommen noch verkauft werden. Es gab weniger Müll und Verletzungen. Der Lärm hielt sich in Grenzen – auch wenn der Wind die Bässe teilweise bis tief in den Südwesten der Stadt trug. 85 db(A) registrierte das Umweltamt an der Chemnitzer Straße – alles im genehmigten Rahmen.

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