In diesem Hinterhof an der Eberstraße hat die Polizei am Montag (1.2.) ein illegales Geschäft geschlossen. © Kevin Kindel
Ordnungsamt

Lockdown: Jede Woche fallen in Dortmund illegal geöffnete Läden auf

Kneipen, Friseure oder Bekleidungsgeschäfte: Mehrere Läden sind in Dortmund zuletzt geschlossen worden, die trotz des Lockdowns geöffnet hatten. So häufig tritt das Problem auf.

Der Ort, an dem die Polizei am Montag (1.2.) eine Art provisorisches Bekleidungsgeschäft geschlossen hat, passt so gar nicht zu den Markenlogos, die dort gefunden wurden. In einem Hinterhof an der Eberstraße, in der Nähe des Klinikums Nord, ist gefälschte Designer-Kleidung verkauft worden.

Wer das kleine Hinterhaus erreichen will, in dem es übereinstimmenden Berichten von Nachbarn zufolge den Einsatz gab, muss an demolierten Autos und tiefen Matschpfützen im Hof vorbei. Weitgehend unbeachtet wurde hier gehandelt, bis auf die Polizeiwagen hätten sie nichts mitbekommen, sagen drei Männer unabhängig voneinander.

Nur einen Tag nach der Räumung dieses offenbar gänzlich unangemeldeten Geschäfts ist ein Friseursalon an der Chemnitzer Straße in der südlichen Innenstadt versiegelt worden. Der Besitzerin wird vorgeworfen, trotz des Lockdowns Kunden bedient zu haben. Die Frau bestreitet die Vorwürfe – sie sagt, nur aufgeräumt zu haben.

25 Aufforderungen zur Schließung seit November

„Von November bis heute weist unsere Statistik 25 Aufforderungen zur Schließung im Kontext ‚Corona‘ aus“, erklärt Maximilian Löchter, Sprecher der Stadtverwaltung, auf Anfrage unserer Redaktion am Mittwoch (3.2.). Das sind im Schnitt fast zwei Fälle pro Woche. Unter anderem ist eine Kneipe in den vergangenen Monaten sogar bereits zweimal wegen Corona-Verstößen aufgefallen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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