Durchfahrtsverbot: Polizei erwischt Lkw-Fahrer auf dem falschen Fuß

dzVerkehrskontrolle

Eigentlich sollte es bei dem Einsatz des Verkehrsdienstes der Polizei um die Schulwegsicherung vor einer Dortmunder Grundschule gehen. Doch dann wurde daraus eine Anzeigen-Flut für Lkw-Fahrer.

Deusen

, 30.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade nach den Ferien, wenn die Schule wieder losgeht, ist der Verkehrsdienst der Polizei im Umfeld der Schulgelände in Dortmund im Einsatz. Vor allem nach den Sommerferien, wenn die neuen i-Männchen die ersten Male ihren Schulweg hinter sich bringen, stehen die Beamten vor den Grundschulen.

An der Deusener Straße im Bereich der dortigen Grafen-Grundschule war das jetzt auch der Fall. Doch der Einsatz des Verkehrsdienstes entwickelte sich vor Ort anders als gedacht.

„Es ist immer so, dass egal, warum die Kollegen im Einsatz sind, natürlich nicht nur auf die eine Sache geachtet wird wie in diesem Fall die Schulwegsicherung“, erklärt Polizei-Pressesprecherin Dana Seketa. „Wenn andere Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten auffallen, gehen die Kollegen auch dem nach.“

Lkw-Fahrer missachten das Durchfahrtsverbot

Seit Schulbeginn sei der Verkehrsdienst bereits häufiger an der Deusener Straße im Einsatz gewesen. Doch während zuvor tatsächlich die Schulwegsicherung im Fokus gestanden habe, bildete der letzte Einsatz eine Ausnahme.

Insgesamt 15 Lkw haben die Beamten im Laufe ihres Einsatzes an nur einem Tag aus dem Verkehr gezogen und Anzeigen geschrieben beziehungsweise Bußgelder veranschlagt, weil die Fahrer das Lkw-Durchfahrtsverbot auf der Deusener Straße missachtet haben.

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„Wir haben den Bereich deshalb nun umso mehr im Blick“, sagt Dana Seketa. Etwas, das die Deusener CDU-Bezirksvertreterin Claudia Brückel sehr begrüßt.

Aufgrund von Anwohner-Beschwerden hatte sie bereits häufiger auf die Problematik in Deusen hingewiesen. Denn auf der Deusener Straße herrscht zwischen Lindberghstraße und Ellinghauser Straße eine Tonnenbeschränkung von 3,5 Tonnen und damit ein Lkw-Durchfahrtsverbot – ausgenommen sind nur Fahrzeuge der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) und der Linienverkehr.

Bisher gab es keine Kontrollen

„Der Lkw-Verkehr hat hier im Wohngebiet nichts zu suchen“, sagt Claudia Brückel. „Trotzdem beobachten die Anwohner immer wieder solche Situationen wie am Tag der Polizeikontrolle.“ Anfragen an die Stadt Dortmund nach regelmäßigen Kontrollen seien bislang dennoch stets abgewiegelt worden.

„Umso dankbarer sind wir hier in Deusen jetzt für den Einsatz der Polizei“, sagt Claudia Brückel. „Wir finden es richtig gut, dass hier endlich etwas passiert.“ Polizei-Pressesprecherin Dana Seketa bestätigt, dass die Deusener Straße nun regelmäßiger kontrolliert werden soll.

15 Lkw an nur einem Tag, die die Straße rechtswidrig befahren, sei schließlich keine Kleinigkeit.

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