Linke demonstrierten für Erhalt der Arbeitsplätze bei Karstadt-Kaufhof

Galeria Karstadt-Kaufhof

Mitglieder der Linken zogen am Mittwochabend durch die Dortmunder Innenstadt, um für den Erhalt von Karstadt-Kaufhof zu demonstrieren. Ein Schuldiger für die Misere war schnell ausgemacht.

Dortmund

, 15.07.2020, 18:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Arbeitsplätze erhalten - Benko zur Kasse bitten", lautete die Forderung der Demonstranten.

„Arbeitsplätze erhalten - Benko zur Kasse bitten", lautete die Forderung der Demonstranten. © Henkel

Für den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Galeria Karstadt Kaufhof zogen am frühen Mittwochabend etwa 25 Demonstranten durch die Stadt.

Drei Kundgebungen - zunächst vor der Kaufhof-Filiale, dann vor Karstadt am Hansaplatz und schließlich vor Karstadt Sport - hatten die Protestierenden geplant.

Im Zentrum der Kritik stand René Benko. Der Besitzer eines Großteils der Karstadt-Immobilien profitiere vom Untergang der Kaufhauskette und gefährde aus Profitgier Arbeitsplätze, lautete der Hauptvorwurf der Demonstranten. Zum Protest für den Erhalt der Dortmunder Karstadt-Filiale hatte die Partei Die Linke aufgerufen. Gegen die Schließungspläne hat es bereits zuvor reichlich Protest gegeben. Sowohl die Dortmunder Belegschaft als auch die Kunden äußerten ihren Unmut über die Pläne der Konzernspitze.

Mitarbeiter starten Protestaktion

Bereits in der vergangenen Woche verklebten die Kaufhof- und Karstadt-Mitarbeiter in einer von Verdi initiierten Aktion die Scheiben der Dortmunder Filialen, versehen mit Aufklebern: „So sieht es aus - ohne uns“.

Auch andere City-Händler fürchten durch den Wegfall von Laufkundschaft um ihre Existenz. Experten hatten die Schließung von Karstadt/Kaufhof zwar bereits erwartet, rechnen aber nicht mit einer Verödung der City.

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