Lime-Start in Dortmund: So unterscheidet sich der neue E-Scooter vom Platzhirsch

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Ein neuer E-Scooter-Anbieter ist in Dortmund gestartet und macht dem bisherigen Anbieter Circ Konkurrenz. Andere Preise, App-Funktionen und Auflader-Jobs – einiges ist bei Lime anders.

Dortmund

, 06.09.2019, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einer Woche Verspätung ist der zweite Anbieter für E-Scooter in Dortmund gestartet.

Seit 8 Uhr morgens am Donnerstag (5. September) stehen die ersten E-Scooter des US-Anbieters Lime in der Dortmunder Innenstadt bereit. Damit gibt es rund zwei Monate nach dem Start von Anbieter Circ jetzt einen ersten Konkurrenten. Beide Anbieter haben Gemeinsamkeiten – aber auch Unterschiede.

? Wie unterscheidet sich Lime zu Circ im Preis?

Der erste Unterschied, der einem neben der Farbgebung der Tretroller auffallen dürfte, ist die Preisgestaltung.

Das Mieten der Lime-Scooter ist etwas kostspieliger: Anstatt 15 Cent pro Minute bezahlt der Kunde hier 20 Cent. Die allgemeine Entsperrgebühr von 1 Euro haben beide gemein.

Als Zahlungsmethode bieten beide Anbieter Kreditkarten und Paypal an. Der Unterschied: Lime arbeitet mit einer sogenannten Wallet (zu Deutsch: Geldbörse) – einem Guthaben-Konto, auf das sich in 5-, 10- und 20-Euro-Schritten Geld einzahlen lässt. Bei Circ erfolgt die Abbuchung direkt nach der Fahrt.

? Wie unterscheiden sich die Apps in ihren Funktionen?

Lime bietet die Funktion in der App, einen Scooter aus der Entfernung für 30 Minuten zu reservieren. Dafür werden allerdings auch 20 Cent pro reservierter Minute fällig.

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Eine weitere Funktion in der Lime-App ist, dass man Gruppenfahrten buchen kann. Das meint jedoch nicht das verbotene Zu-Zweit-Fahren auf einem Scooter. Von einem Account lassen sich mehrere Lime-Scooter entsperren, sodass in der Theorie nur eine Person aus einer Gruppe die Lime-App und entsprechendes Guthaben benötigt.

? Wie groß sind Flotte und Abstell-Gebiet von Lime zum Start?

Die Scooter werden in der Stadtmitte bis hin zu den Stadtgebieten Innenstadt-Nord und -Ost, Borsigplatz, Kaiserbrunnen, Ruhrallee, Kreuzviertel, Tremonia, Dorstfelder Brücke und Hafen-Südost aufgestellt.

Interessant: Der Bereich um die TU ist zunächst ausgelassen. Gerade hier seien die E-Scooter des orange-schwarzen Konkurrenten gut angenommen worden, wie Max Hüsch, Deutschland-Chef von Circ, gegenüber unserer Redaktion vor einigen Wochen sagte.

Wie Jashar Seyfi, Deutschland-Chef von Lime, sagt, hat auch Lime vor, die Größe der Fahrzeug-Flotte dem Bedarf anzupassen. So hat es auch Circ getan. Nach dem Start mit rund 100 Fahrzeugen, hat der Anbieter seine Flotte aufgrund des „Riesenansturms“ nach rund einem Monat deutlich vergrößert.

Mit wie vielen Fahrzeugen Lime in Dortmund gestartet ist, wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht kommentieren.

Lime-Start in Dortmund: So unterscheidet sich der neue E-Scooter vom Platzhirsch

Auch Lime arbeitet mit Parkverbotszonen in der Innenstadt. Der Button „Gruppenfahrt“ bedeutet nicht, dass man zu mehreren Personen auf einem Scooter fahren darf. (5.9., 15.47 Uhr). © Screenshot: Wilco Ruhland

? Wie will Lime die Abstell-Orte kontrollieren?

Lime arbeitet ähnlich wie Circ mit „roten Zonen“ – also Parkverbotsflächen. „Die Lime-App enthält ein Tutorial, das die Benutzer über die wichtigsten Verkehrsregeln und städtischen Vorschriften informiert“, sagt etwa ein Lime-Sprecher dazu. Außerdem will Lime zum Start eine sogenannte „Lime Foot Patrol“ an den Start bringen, „die Nutzer auf richtiges Parken und ein korrektes Verkehrsverhalten hinweist“.

? Wer lädt die Lime-Scooter auf?

Neben Lime-Mitarbeitern bietet das Unternehmen für die abendliche Aufladung Jobs für sogenannte Juicer an. Das sind Freiberufler, die für das Einsammeln und Aufladen der Scooter bezahlt werden.

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