Leuchtturm, Kohle und Straßenbahn: Schicken Sie uns Erinnerungen an das alte Mengede

Mengede früher

Alte Fotografien zeigen ein anderes Mengede: Fördertürme, Straßenbahn und Leuchtturm. Sie wecken Erinnerungen, Anekdoten, Geschichten. Wir zeigen Mengede im Wandel: Machen Sie mit!

Mengede

, 23.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leuchtturm, Kohle und Straßenbahn: Schicken Sie uns Erinnerungen an das alte Mengede

Die Mengeder Bahnhofstraße um 1910: Auf der Brachfläche links befinden sich heute der Marktplatz und die Geschäftszeile am Amtshaus. Im Hintergrund rauchen die Schlote von Hansemann. © Archiv Heimatverein Mengede

Mengede: heute Stadtteilzentrum, der Ortskern bis auf den letzten Bauabschnitt saniert. Mengede vor 100 Jahren: ein Amt im Landkreis Dortmund, der neue –heutige – Ortskern bildete sich gerade erst aus. Fördergerüste im Südwesten, Fachwerk und Kirchen im Nordosten. Das Bild hat sich gewandelt. Die Fördergerüste sind verschwunden, die Kirchen geblieben.

Leuchtturm, Kohle und Straßenbahn: Schicken Sie uns Erinnerungen an das alte Mengede

Die Emscher unterhalb der Mühle am Haus Mengede: Heute liegt hier die Kreuzung Burgring / Waltroper Straße / Siegenstraße. © Archiv Heimatverein Mengede

Im alten Ortskern rund um die evangelische Kirche prägen die Fachwerkhäuser am Wiedenhof das alte wie aktuelle Bild. Wo aber heute der Verkehr über Waltroper-, Schaphus-, Galen- und Siegenstraße sowie den Hohen Teich rollt, floss früher die Emscher.

Baulücke zwischen Markt und Sparkasse

Mengede: Anfang des 20. Jahrhunderts eine Mittelstadt. Kaum mehr vorstellbar, dass die heutige Geschäftszeile Am Amtshaus zwischen Markt und Stadtsparkasse eine riesige Brachfläche war. Von florierendem Handel keine Spur. Auch der Marktplatz selbst noch eine Weide. Eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1910 zeigt das. Das Amtshaus just ein Neubau, der Amtshauspark bis 1900 ein Friedhof.

Ziemlich geschlossen sieht die Bebauung in Richtung Bahnhof aus. Repräsentativ wirkt die Fassade vom „Deutschen Haus“. Damals eine Gaststätte, heute ein Optikgeschäft. Im Hintergrund rauchen die Schlote der Zeche Hansemann. Der Weg zum Bahnhof oder Pütt führte an der Lichtburg vorbei. Mengedes ältestes Kino. Staus bildeten sich vor der meist geschlossenen „Glückauf-Schranke“: „Wenn du Glück hast, ist sie auf...“ Über die heutige Brücke fließt seit 1974 der Verkehr.

Leuchtturm, Kohle und Straßenbahn: Schicken Sie uns Erinnerungen an das alte Mengede

Blick auf Marktplatz, Brunnen und Saalbau: Die Baumreihen an der Straße Mengeder Markt prägen auch heute die nordöstliche Seite. © Archiv Heimatverein Mengede

Marktplatz, Saalbau und das Gebäude der Jeanette-Wolff-Hauptschule entstanden 1915/16. Der Blick vom Brunnen auf den Saalbau war frei. Auf der Fläche des heutigen Geschäftshauses lag später die Rollschuhbahn – mit Rollhockey-Bundesliga-Spielen Ende der 70er-Jahre. Hinter dem Saalbau fuhr bis 1989 die Straßenbahnlinie 5.

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Neun Kneipen boten Einkehr auf dem Heimweg

Im Nordosten des Marktes wies ein Leuchtturm Heimkehrern den Weg. Das Eckhaus an der Ecke Strünkede-/Mengeder Straße steht heute noch. Das Türmchen mit dem Leuchtfeuer auf dem Dach ist verschwunden.

Leuchtturm, Kohle und Straßenbahn: Schicken Sie uns Erinnerungen an das alte Mengede

Ein Leuchtturm auf dem Eckhaus an der Strünkedestraße wies Heimkehrern den Weg. © Archiv Heimatverein Mengede

Apropos Heimkehrer: Wer im alten Ortskern zwischen Burghof und Evangelischer Kirche wohnte, kam vom Bahnhof an neun Kneipen oder Restaurants vorbei. Überhaupt die Gastronomie: 36 Kneipen zählte ein Kenner der Szene rund um die Zeche Hansemann in Mengede, Nette und Oestrich.

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Mengede ist heute Zentrum des Stadtbezirks. Ein Stadtteil im Wandel der Zeit. Welche Erinnerungen haben Sie an die Vergangenheit? Schicken Sie uns Ihre Geschichten, Anekdoten und Bilder an do-west@ruhrnachrichten.de. Wir veröffentlichen gerne Ihre Erinnerungen, die Sie mit Mengede verbinden.

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