Letztes Schild aus dem Weg geräumt

Aplerbeck Die nackten Zahlen lesen sich ziemlich unspektakulär: 1000 m² neu gestalteter Gehweg, 500 m² Parkraum, 2 Behindertenparkplätze.

01.07.2008, 17:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dazu noch 12 Straßenlampen (Typ Dortmund) und 12 Baumscheiben, die noch auf ihre Bepflanzung warten. Welche Bedeutung diese Auflistung von Fakten aber für den Aplerbecker Ortskern hat, ließ sich gestern an den strahlenden Gesichtern von Vertretern der kommunalen Politik und der Verwaltung ablesen.

Denn pünktlich um 14 Uhr legten Bezirksbürgermeister Sascha Mader und Mitglieder aus der Bezirksvertretung Hand an, räumten das "Durchfahrt verboten-Schild" aus dem Weg und gaben so die Köln-Berliner-Straße zwischen der Ruinenstraße und der Rodenbergstraße in beiden Richtungen für den Verkehr frei.

Aus einem Guss

Damit ist der zweite Bauabschnitt abgeschlossen, "und der neu gestaltete Ortskern wirkt jetzt wie aus einem Guss", so Mader. Jahrelanger Baulärm, Dreck und eine eingeschränkte Parksituation, zuerst im unteren Bereich (Marktplatz), dann im weiteren Verlauf, gehören der Vergangenheit an. Der obere Teil der Köln-Berliner-Straße ist wieder ein Vorzeigestück geworden. Und das bei einer Umbauzeit von lediglich 15 Monaten. Komplettsanierung im Eiltempo. Das war möglich wegen der schnellen Bewilligung der Städtebauförderungsmittel - daher auch der Dank der Politiker in Richtung Arnsberg.

Quartiermanager

Durch das neue, harmonische Straßen-Gesamtbild erhofft man sich in Aplerbeck auch eine Initialzündung für die Geschäftswelt. So ist eine optische Aufwertung der bestehenden Immobilien erwünscht und auch dem Leerstand soll der Kampf angesagt werden. Regina Holland-Erlei, Mitglied des Stadtbezirksmarketings und Vorsitzende der Werbegemeinschaft, ist zuversichtlich was die Geschäftssituation betrifft. "Es macht sich schon positiv bemerkbar, dass die Baustelle nun endgültig verschwunden ist. Die Leute nehmen den Umbau gut an."

Um die neue Straße zu erhalten, steht bei Bezirksbürgermeister Sascha Mader die Einführung eines Quartiermanagers auf der Liste. Dieser Vorschlag soll in der August-Sitzung der Bezirksvertretung erörtert werden. jöb

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