Lehrerin will Note nicht akzeptieren

DORTMUND/GELSENKIRCHEN Eine Lehrerin aus Dortmund hat am Mittwoch tatsächlich erreicht, dass eine vor rund fünf Jahren geschriebene Hausarbeit im Rahmen ihrer zweiten Staatsprüfung zum dritten Mal bewertet wird. Das war das Ergebnis eines Prozesses vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.

von Von Irina Fernandes

, 16.07.2008, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Lehrerin hatte seinerzeit eine Hausarbeit zum Thema bilingualer Unterricht geschrieben. Ihr Problem: Das Thema war offenbar noch relativ neu, die wissenschaftliche Grundlage entsprechend dünn. Außerdem hatte sie selbst damals kaum praktische Erfahrungen mit zweisprachigen Lehr-Modellen. Die Folge: Bei der ersten Bewertung erhielt ihre Hausarbeit eine glatte vier. Das wollte die Lehrerin, die heute an einem Gymnasium unterrichtet, natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Sie erreichte ein Neubewertung, verbesserte sich dabei auf eine 2,7. Doch auch das war der Dortmunderin noch nicht gut genug. Sie will nämlich zu einer bilingualen Schule wechseln, dafür reiche eine 2,7 aber möglicherweise nicht aus. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts wird die Arbeit nun einer erneuten Überprüfung unterzogen. Das Ergebnis ist natürlich offen. 

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