Legionellen-Alarm in Dortmund: Neun Anwohner erkrankt

Umweltkeime festgestellt

In einem Betrieb in Aplerbeck sind Legionellen festgestellt worden. Neun Anwohner sind an einer sogenannten Legionellose erkrankt. Zu Details hüllt sich die Stadt jedoch noch in Schweigen.

Dortmund

, 09.03.2020, 17:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Legionellen-Bakterien in einer Laborprobe.

Legionellen-Bakterien in einer Laborprobe. © dpa

Die Mitteilung der Stadt von Montagnachmittag (9.3.) gibt erst einmal Rätsel auf. Ein Betreiber aus Aplerbeck habe der zuständigen Umweltschutzbehörde Ende Februar eine erhöhte Legionellenkonzentration gemeldet, heißt es in einer Mitteilung. Ursache sei möglicherweise eine verunreinigte Verdunstungskühlanlage.

Wo genau die erhöhte Legionellenkonzentration gemessen wurde - in der Regel ist Trinkwasser oder Wasserdampf davon betroffen - und was der genannte „Betreiber“ eigentlich betreibt, lässt die Stadt offen. Selbst auf Nachfrage wollte man noch keine Details nennen. Auch wo genau in Aplerbeck das Problem auftrat, bleibt vorerst unbekannt.

Neun erkrankte Anwohner

Dabei blieb die Verunreinigung mit den Umweltkeimen nicht ohne Folgen: „Nach Recherchen des Gesundheitsamtes Dortmund gibt es neun an Legionellose erkrankte Anwohnerinnen und Anwohner“, teilt die Stadt mit.

Die betroffene Anlage sei sofort abgeschaltet worden und seitdem außer Betrieb, heißt es weiter. „Neuerkrankungen hat es seitdem nicht gegeben.“

Pressekonferenz am Dienstag

Einzelheiten wollen Gesundheitsamt und Umweltbehörde an diesem Dienstagvormittag (10.3.) bei einer Pressekonferenz bekannt geben.

Legionellose kann in Form einer Lungenentzündung, der sogenannten Legionärskrankheit, oder eines fiebrigen Infekts auftreten.

Lesen Sie jetzt