Landgericht bestätigt Haftstrafe für Neonazi

Berufung verworfen

Es bleibt dabei: Daniel Grebe, aktiver Rechtsextremist und Mitglied der Bezirksvertretung Scharnhorst, muss sich wegen Verfehlungen beim Rathaussturm im Mai 2014 und einem Vorfall an Neujahr 2015 auf eine lange Zeit im Gefängnis einrichten. Das Landgericht hat am Donnerstag die Berufung des Angeklagten gegen ein früheres Urteil des Amtsgerichts verworfen.

DORTMUND

17.03.2016, 15:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landgericht bestätigt Haftstrafe für Neonazi

Nazis stürmen das Rathaus / Kommunal Wahl im Rathaus / Demonstration [Foto: Dieter Menne Datum: 25.05.2014] Rathaussturm

Zwei Taten hatten die Richter zu beurteilen. Im Zuge des Rathaussturms am Abend der Kommunalwahl hatte der Rechtsextreme eine Bierflasche in Richtung einer Gruppe von Gegendemonstranten geworfen und einen jungen Mann dabei am Kopf verletzt. Und am Neujahrsmorgen 2015 hatte Grebe auf dem Wilhelmplatz  einen Böller in Richtung von Polizeibeamten geworfen .

Ohne Bewährung

Im ersten Fall verhängte die 47. Berufungskammer 16 Monate Haft ohne Bewährung, wobei darin eine frühere Strafe des Amtsgerichts Dresden mit eingeflossen ist. Im zweiten Fall entschieden die Richter auf weitere sechs Monate Haft. Gegen diese Entscheidung ist nun nur noch die Revision beim Oberlandesgericht Hamm möglich.

Darüber hinaus muss Daniel Grebe mit dem Widerruf einer alten Bewährungsstrafe von elf Monaten rechnen, so dass sich sein Aufenthalt hinter Gittern noch einmal verlängern könnte.

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