Landes-CDU nutzt Dortmunder Schule als Negativ-Beispiel

Steinhammer-Grundschule

Der extreme Unterrichtsausfall an der Steinhammer-Grundschule hat sich bis in den Landtag in Düsseldorf herumgesprochen. Die Landes-CDU nutzt die Martener Schule als Beispiel für die aus ihrer Sicht ungeklärten Probleme der NRW-Schulen. Dort war vergangenes Schuljahr eine ganze Klasse beinahe nicht versetzt worden.

MARTEN/DÜSSELDORF

26.08.2013, 14:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei 15 von 20 Schülern der Klasse 2a der Steinhammer-Grundschule war die Versetzung gefährdet.

Bei 15 von 20 Schülern der Klasse 2a der Steinhammer-Grundschule war die Versetzung gefährdet.

Es fehle ein Instrument, um massiven Unterrichtsausfall frühzeitig bemerken und gegensteuern zu können, kritisierte die schulpolitische Sprecherin der Fraktion Petra Vogt. In diesem Zusammenhang führt die CDU die Steinhammer-Grundschule auf. So wäre es in diesem Jahr beinahe dazu gekommen, dass dort eine Grundschulklasse komplett nicht versetzt worden wäre, weil über Monate die Hälfte der Stunden ausgefallen sei. „Gehandelt wird nur auf Druck“, sagte Vogt. Vor zwei Monaten war bekannt geworden, dass die Versetzung von 15 Zweitklässlern an der Martener Grundschule gefährdet sei, weil weit über die Hälfte der Stunden ausgefallen waren. Mit einem speziellen Förderkonzept wurde die Versetzung der Klasse verhindert. Bis heute kann die Bezirksregierung nicht sagen, wer letztendlich für das Desaster verantwortlich ist.

Kaiser forderte, Unterrichtsausfall endlich landesweit zu erfassen. Eine Stichprobe im Jahr 2009 hatte ergeben, dass rund zwei Prozent der Stunden nicht erteilt werden. Die CDU kündigte dazu Anfragen an die Regierung an. Für dieses Haushaltsjahr seien die Mittel für Vertretungsunterricht um gut 30 Prozent auf 34 Millionen Euro gekürzt worden, kritisierte Kaiser. Die CDU fordert, das Budget wieder auf 50 Millionen aufzustocken. 

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