Ab in die Weihnachtsferien: In diesem Jahr wird das für die Schüler in NRW früher der Fall sein, damit Familien in eine Art Vor-Quarantäne vor den Festtagen gehen können. © picture alliance/dpa
Schule und Coronavirus

Längere Weihnachtsferien werden an einigen Schulen zum Problem

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat angekündigt, dass die Weihnachtsferien zwei Tage früher starten sollen. Was sagen Dortmunder Schulleiter zum Thema?

Am Mittwochabend hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer gegenüber dem WDR bestätigt, was Ministerpräsident Armin Laschet tags zuvor erstmals ausgesprochen hatte: Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien soll der 18. Dezember sein.

Damit soll eine Art familiäre Vor-Quarantäne ermöglicht werden, um mehr Menschen ein gemeinsames Weihnachtsfest zu ermöglichen.

Zwei Schultage am 21. und 22. Dezember fallen weg und sollen im Jahr 2021 wieder ausgeglichen werden. Eine offizielle Anordnung gibt es noch nicht.

Dortmunder Schulleiter gehen aber davon aus, dass es so kommen wird und erwarten nun detaillierte Regelungen in den nächsten Tagen.

Dortmunder Schulleiterin findet die Idee „vernünftig“

Inhaltlich sind die meisten von der Idee überzeugt. „Ich finde es sehr vernünftig“, sagt etwa Maria Quel, Direktorin der Harkort-Grundschule im Stadtteil Hombruch.

Organisatorisch sei zwar die Frage nach einer Notbetreuung an den beiden wegfallenden Schultagen zu klären. „Aber das ist in meinen Augen relativ unproblematisch.“

Andere Schulleiter sind zurückhaltender und halten den Bedarf an Betreuung für diese Tage im Augenblick noch für schwierig vorhersehbar.

Einige Schulen haben an diesen Tagen Klausuren angesetzt

An vielen Schulen sind der Montag und Dienstag vor den Ferien im Dezember nicht mehr für besondere Ereignisse vorgesehen. Am Käthe-Kollwitz-Gymnasium in der Innenstadt etwa war an einem Tag ohnehin eine pädagogische Konferenz für das Kollegium geplant und deshalb unterrichtsfrei.

Allerdings gibt es auch eine Reihe von Schulen, an denen die beiden letzten Schultage verplant sind. Am Goethe-Gymnasium in Hörde sind Klausurtermine angesetzt.

„Die kann man nicht einfach nach vorne verlegen, weil da auch schon alles verplant ist. Und wenn man sie ins nächste Jahr legt, wird es auch schon knapp bis zu den Zeugniskonferenzen“, sagt Schulleiter Christof Nattkemper. Es gebe terminlich in diesem Schuljahr ohnehin schon kaum noch Spielraum.

Schuldezernentin Daniela Schneckenburger hatte die Idee der verlängerten Weihnachtsferien am Mittwoch als „sinnvoll“ bezeichnet, „in dem Fall, dass sich die Corona-Lage nicht entspannt“.

Freie Tage ausgleichen? Das muss nicht sein, meint ein Schulleiter

Angekündigt ist, dass die beiden zusätzlichen Ferientage im Jahr 2021 wieder ausgeglichen werden – etwa dadurch, dass bewegliche Ferientage rund um Karneval oder zu anderen Terminen gestrichen werden.

Klaus-Peter Jungmann, Leiter des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums, hält das für nicht notwendig: „Viele Kolleginnen und Kollegen haben in diesem Schuljahr viel Mehraufwand geleistet und könnten zwei zusätzliche freie Tage sicher gut gebrauchen.“

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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