Kunstwerk „Chip“ am RWE-Tower muss vorerst matt bleiben

dzPlatz von Amiens

Der „Chip“ von Stefan Sous am Platz von Amiens sieht normalerweise aus wie ein glänzendes Stück Stein. Seit seiner Sanierung aber ist das Kunstwerk matt. Und muss es noch eine Weile bleiben.

Mitte

, 08.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der zentral auf dem Platz von Amiens platzierte „Chip“ von Künstler Stefan Sous gehört zu den bürgernahen Kunstobjekten. Fußgänger nutzen das wie ein blanker Pechstein oder Obsidian erscheinende Objekt für eine Pause, andere bemalen oder besprühen es, Skater probieren Kunststücke an ihm aus.

Seit seiner Installation 2007 braucht das glänzend tiefschwarz lackierte Stahlobjekt daher regelmäßig Zuwendung. „Der Chip muss zweimal im Monat gereinigt werden“, sagt Dr. Rosemarie Pahlke, bei der Stadt zuständig für Kunst im öffentlichen Raum. Jetzt erhielt das hohle Objekt mit einem Durchmesser von fast zehn Metern eine Grundsanierung. Seitdem ist das auffällige Objekt vor dem RWE-Tower matt.

Nach der Überarbeitung der rostigen Schweißnähte hatte der Chip eine Grundierung erhalten. Die glänzende Endlackierung aber wurde hinausgezögert. Denn beim Kirchentag im Juni diente der Chip als Projektionsfläche für die Video-Klang-Installation „AXIS 1.0“, die einen eher matten Untergrund benötigte.

Die Komposition „Liquid Image“ aus ineinanderfließenden Fotografien der Künstlergruppe Area Composer aus Düsseldorf gehörte zur Kunstmeile zwischen U-Turm und Konzerthaus. Möglicherweise soll das „Liquid Image“ zur Museumsnacht am 21. September erneut zu sehen und zu hören sein, verrät Pahlke. Deshalb bleibt der Chip bis dahin matt. Anschließend erhält er seine spiegelnde Lackoberfläche zurück.

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