Kirche entscheidet über Kreisverkehr für das Kaiserstraßenviertel

dzVerkehr in Dortmund

Seit Jahren gibt es die Forderung, eine unübersichtliche Kreuzung im Kaiserstraßenviertel durch einen Kreisverkehr zu entschärfen. Ob es den geben wird, hängt maßgeblich von der Kirche ab.

Kaiserstraßenviertel

, 19.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Forderung nach einem Kreisverkehr im Kaiserstraßenviertel ist schon vier Jahre alt. Damals war in der Ideenwerkstatt Kaiserstraßenviertel die Idee entstanden, eine verzweigte und unübersichtliche Kreuzung mit einem Kreisel zu entschärfen.

Konkret geht es um die Ecke, an der Franziskanerstraße, Von-der-Goltz-Straße, Prinz-Friedrich-Karl-Straße und Robert-Koch-Straße aufeinandertreffen. Die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost unterstützte 2016 den Vorschlag, der die Kreuzung vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen soll.

Bis die Stadtverwaltung auf den Prüfantrag aus der Bezirksvertretung reagierte, dauerte es drei Jahre: „Grundsätzlich machbar“, hieß es darin. Allerdings werde für den Ausbau ein Fremdgrundstück benötigt. Die Katholische Kirche müsste ein Stück Fläche abgeben, damit der Kreisel gebaut werden kann.

Vorplatz der Franziskus-Kirche müsste für Kreisel schrumpfen

Der großzügige Kirchenvorplatz an der Kreuzung würde dann wahrscheinlich kleiner. Die nötigen Verhandlungen machen die Sache kompliziert und noch langwieriger als üblich. Das Projekt befinde sich auf der Warteliste, so die Verwaltung.

Kirche entscheidet über Kreisverkehr für das Kaiserstraßenviertel

Die Kreuzung an der Franziskanerstraße empfinden viele als unübersichtlich. © Uwe von Schirp

Die FDP/KE-Fraktion in der BV lässt aber nicht so schnell locker. Tobias Klein-Endebrock und Joachim Hoefer organisierten jetzt ein Treffen mit den Beteiligten, darunter Mitglieder des Kirchenvorstands der St.-Franziskus-Gemeinde und ein Vertreter des Stadtplanungsamts.

Zunächst ging es um einen Informationsaustausch. Wie die Kirche zu dem Vorhaben steht, ist noch nicht spruchreif. „Die Planung zum Kreisverkehr wird in der nächsten Sitzung des Kirchenvorstandes besprochen“, teilt Hendrik Neumann, geschäftsführender Kirchenvorstand, mit. Sobald der Vorstand sich eine Meinung gebildet habe, könne er Fragen beantworten.

Franziskus-Gemeinde benötigt Platz bei vielen Gelegenheiten

Vorstandsmitglied Achim Schade führt bereits etwas weiter aus: „Aktuell kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass der Platz verkleinert werden kann, da er zwar werktäglich nicht in Gänze benötigt wird, dagegen an Sonn- und Feiertagen immer wieder schon, vor allem nach den Gottesdiensten.“

Insbesondere zu Hochfesten wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten werde der Platz von Besuchern der Kirche stark genutzt, aber auch zum Beispiel für den jährlichen Wintermarkt und ähnliche Aktivitäten.

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„Durch einen anderen Verkehrsfluss darf es nicht zu einem Sicherheitsrisiko für Besucher, zu denen auch oft Kinder zählen, kommen. Auch an die Passanten auf dem schon heute schmalen Bürgersteig wäre zu denken“, sagt Achim Schade.

Dem Kirchenvorstand müssten konkrete Pläne vorgelegt und so die Gemeinde in den Prozess eingebunden werden, um eine Entscheidung treffen zu können.

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