Demokratiekunstwerk: "Ja Ja Ja, Nee Nee" im menschenleeren Konzertsaal

Konzerthaus Dortmund

Am Montag (18. Mai) hatten sich Teilnehmer eines Workshops vom Bildungswerk Vielfalt im Konzerthaus Dortmund getroffen. Ganz ohne Publikum entstand dort eine schräge Joseph-Beuys-Adaption.

von Daniel Reiners

Dortmund

, 21.05.2020, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Ja Ja, Ne Ne" - mehr Laute standen den Teilnehmern des "Demokratiekunstwerkes" am Montag (18 Mai) im Konzertsaal nicht zur Verfügung.

"Ja Ja, Ne Ne" - mehr Laute standen den Teilnehmern des "Demokratiekunstwerkes" am Montag (18 Mai) im Konzertsaal nicht zur Verfügung. © Daniel Reiners

"Ja Ja Ja, Nee Nee Nee" - nichts anderes war am Montag (18. Mai) um 16 Uhr auf der Bühne des Zuschauer-leeren Konzertsaales zu hören. Das Bildungswerk Vielfalt hatte in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen 15 Menschen zusammengebracht, die ein "Demokratiekunstwerk" darstellen und einsprechen sollten.

Die Teilnehmer waren unter Anleitung von Künstlerin Isabelle Pabst auf der Bühne miteinander in Interaktion getreten - und zwar ausschließlich mit körperlichen Gesten und den Ausrufen "Ja, Nee!"

Fertige Komposition soll über Lautsprecher im Aufzug laufen

Hintergrund der Aktion war ein Workshop des Bildungswerks Vielfalt unter dem Motto: "Welche Zukunftsfragen brauchen wir?" In diesem Rahmen hatten die Workshop-Teilnehmer das legendäre Projekt "Ja Ja, Nee Nee" (1969) von Joseph Beuys diskutiert und beschlossen, dessen Aussage in die heutige Zeit zu transportieren. Die mitgeschnittenen Audiodateien der Aktion sollen bald zu einer Komposition zusammengefügt werden. Die wiederum soll im Aufzug der Universität Duisburg-Essen abgespielt werden.

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"Im Aufzug sind die Menschen gezwungen, sich der Klangcollage anzunehmen", sagt Kati Stüdemann vom Bildungswerk Vielfalt. Ein Info-Text ergänzt dann unsere Auffassung von Demokratie und der Wichtigkeit, gute Fragen zu stellen." "Ja Ja, Nee Nee" sind schließlich nur die anregenden Antworten.

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