Konzerte unter Corona-Bedingungen: Wieder Musik im Konzerthaus

Coronavirus

Das Dortmunder Konzerthaus möchte die Besucher nicht sang- und klanglos in die Sommerpause entlassen. Zehn Konzerte sollen noch – unter Corona-Bedingungen – bis zum 24. Juni stattfinden.

Dortmund

, 26.05.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Dortmunder Konzerthaus finden wieder Konzerte statt - unter besonderen Bedingungen.

Im Dortmunder Konzerthaus finden wieder Konzerte statt - unter besonderen Bedingungen. © dpa/dpaweb

Das Konzerthaus Dortmund startet wieder den Spielbetrieb. Unter den Veranstaltungen sind auch zwei Konzerte des Klavier-Festivals Ruhr, das seinen Spielbetrieb ebenfalls wieder aufnimmt.

„Ein Konzerthaus ohne Besucher ist wie ein Fisch ohne Wasser – es atmet nicht“, sagt Intendant Raphael von Hoensbroech: „Das habe ich auch bei unseren Livestreams der letzten Wochen gemerkt. So schön diese Konzerte auch waren, ihnen fehlte das Zutuns des Publikums, das die Künstler spüren.“ Deshalb will das Konzerthaus die Chance nutzen, wenigstens ein paar Konzerte im Juni zu spielen.

Etwas weniger als 400 Gäste erlaubt

Etwas weniger als 400 Gäste hat das Ministerium in dem Saal mit 1550 Plätzen genehmigt. Das Konzerthaus hat ein umfangreiches Hygiene- und Abstandskonzept entwickelt. Auf einem Einbahnweg-System wird das Publikum mit Abstand in den Saal geleitet – und wieder hinaus. Auf dem Weg ist ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend. Während des Konzerts darf der Mundschutz abgenommen werden, Garderobe darf mit in den Saal genommen werden.

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Die Konzerte sind mit verkürzten Programmen, 90 Minuten ohne Pause, geplant. Jeder Kartenkäufer muss seine Daten hinterlassen. Falls sich später herausstellt, dass ein Zuhörer mit dem Corona-Virus infiziert war, müssen sich alle anderen Konzertbesucher und die Menschen, mit denen sie Kontakt hatten, in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.

So läuft es mit den Karten:

Bei der Kartenvergabe werden die früher eingegangenen Buchungen zuerst berücksichtigt, später eingegangene Buchungen müssen eventuell storniert werden, dann werden Gutscheine ausgestellt.

Auch die Tonhalle Düsseldorf, die Philharmonie Essen und die Kölner Philharmonie wollen den Konzertbetrieb im Juni wieder aufnehmen.

Diese Konzerte sind im Konzerthaus Dortmund geplant:

  • 7. Juni, 16 und 19 Uhr: Konzerthausorchester Berlin. Weil Christoph Eschenbach nicht reisen darf, dirigiert Mirga Grazynité-Tyla. Solist im Haydn-Cellokonzert ist Kian Soltani.

  • 8. Juni, 17 und 20.30 Uhr: Jan Lisiecke beim Klavier-Festival Ruhr, als Solo-Recital.

  • 9. Juni, 20 Uhr: Das Pop-Folk-Konzert der Gruppe „Federspiel“ wurde vom 7.6. verlegt.

  • 10. Juni und 11. Juni, 19 Uhr: der „Junge Wilde“ Emmanuel Tjeknavorian spielt an zwei Abenden ein Soloviolin-Programm.

  • 14. Juni, 18 Uhr: Das Neuland-Konzert findet mit dem Alternativprogramm „Force & Freedom. Beethoven-Variationen in Coronazeiten“ statt.

  • 15. Juni, 18.30 Uhr: Die „Kopfnoten“ werden vom Orchesterzentrum ins Konzerthaus verlegt.

  • 17. Juni, 20 Uhr: Pianistin Angela Hewitt kann aufgrund von Reisebeschränkungen nicht auftreten. Stattdessen präsentiert Shootingstar Víkingur Ólafsson ein Bach-Programm.

  • 18. Juni, 17 und 20.30 Uhr: Das Konzert von Igor Levit beim Klavier-Festival Ruhr findet als Solorecital statt.

  • 20. Juni, 17 und 20 Uhr: Der Beethoven-Streichquartett-Marathon mit Quatuor Ébène findet mit gekürzten Programmen statt.

  • 23. Juni, 19.30 und 21 Uhr sowie 24. Juni, 20 Uhr: Bodo Wartke spielt ein etwas modifiziertes Programm.
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