Klinikum will eine eigene Druckkammer

Nach Kohlenmonoxid-Unfällen

Der erschreckende Anstieg von Kohlenmonoxid-Vergiftungen in den vergangenen Wochen lässt den Ruf nach einer eigenen Druckkammer am Dortmunder Klinikum zur Therapie der Vergifteten vor Ort immer lauter werden. Jetzt gibt es konkrete Pläne.

DORTMUND

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 22.02.2012, 05:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick in eine Druckkammer.

Blick in eine Druckkammer.

Zuletzt waren am Sonntagabend acht vergiftete Familienmitglieder, darunter zwei Kinder, aus der Nordstadt ins HBO-Zentrum Euregio nach Aachen gefahren worden, weil die nächstgelegene Spezialklinik in Düsseldorf keine Plätze mehr frei hatte.Mehrfach sei man in der Vergangenheit vorstellig geworden im Düsseldorfer Gesundheits-Ministerium und habe Behandlungskonzepte vorgelegt, so Dr. Hans Lemke, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr. Er sagt: „Weil Druckkammern fehlen, könnte es passieren, dass wir Patienten bis Kiel oder Murnau in Bayern ausfliegen müssen.“

 Im Ministerium zeigt man sich nun offenbar einsichtig. Auf Anfrage unserer Redaktion hieß es dort, man sei bereit, die Investitionskosten zu tragen, beziehungsweise einen Teil der Kosten, nicht aber den Betrieb. 

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