Therapie-Methode

Klinikum Dortmund sucht ehemals Corona-Infizierte als Plasma-Spender

Um schwerkranke Corona-Patienten therapieren zu können, sucht das Klinikum Dortmund nach ehemaligen Covid-19-Infizierten für eine Blutplasma-Spende. Doch es gibt bestimmte Voraussetzungen.
Mit einer Antikörper-Therapie soll Corona-Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf geholfen werden. Hier zu sehen sind mehrere Plasma-Spenden. © Klinikum Dortmund

Das Klinikum Dortmund sucht ehemalige Corona-Infizierte für eine Plasma-Spende. In einer Mitteilung heißt es, dass dadurch jenen Patienten geholfen werden könne, die mit schweren Krankheitsverläufen auf der Intensivstation liegen. Eine Plasma-Spende könne bereits eine komplette Antikörper-Therapie ermöglichen.

Wer bereits eine Corona-Infektion überstanden hat, wird gebeten, sich bei der Blutspende des Klinikums in der Alexanderstraße 6-10 zu melden. Voraussetzung: Die Infektion muss vier Wochen zurückliegen und auch nachgewiesen werden können.

Spendefähig seien alle zwischen 18 und 60 Jahren (männliche Dauerspender bis 68 Jahre) ohne relevante Vorerkrankungen. Bei Frauen, die bereits schwanger gewesen sind, müsse eine zusätzliche Blutuntersuchung durchgeführt werden. Als Aufwandsentschädigung gebe es 20 Euro.

Antikörper zur Resistenz

Wenn Menschen eine schwere Virusinfektion überstehen, bildet das Immunsystem Antikörper, die sie für bestimmte Zeit vor einer erneuten Infektion mit dem gleichen Virus schützt, heißt es. Das bei der Spende entnommene Plasma würden die Covid-19-Patienten als Transfusion an drei verschiedenen Tagen erhalten. Ziel sei es, das Immunsystem dabei zu unterstützen, eine Resistenz aufzubauen.

Es sei jedoch noch zu früh, um zu sagen, ob es sich bei der Antikörper-Therapie um ein verlässliches Heilmittel handle.

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