Bedeutend mehr Corona-Kranke im Klinikum Dortmund als bisher bekannt

dzCorona-Ausbruch

In Dortmunds größtem Krankenhaus sind mehrere Mitarbeiter und Patienten an Covid-19 erkrankt. Am Freitag gab es neue Corona-Zahlen aus dem Klinikum. Sie sind bedeutend höher als die letzten.

Dortmund

, 12.06.2020, 19:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Dortmunder Gesundheitsamt und das Klinikum haben am Freitag auf einer Pressekonferenz neue Informationen zum Corona-Ausbruch in Dortmunds größtem Krankenhaus genannt. Ihnen zufolge sind bedeutend mehr Patienten und Mitarbeiter im Klinikum positiv auf Covid-19 getestet worden als bisher bekannt.

In den vergangenen zwei Wochen seien 2682 Patienten getestet worden, 31 Tests fielen positiv aus, von 451 untersuchten Mitarbeitern wurden bis jetzt 13 positiv getestet.

Insgesamt wurden also seit Ende Mai 44 Corona-Infektionen im Klinikum festgestellt. Als der Corona-Ausbruch im Klinikum am Mittwoch öffentlich wurde, war lediglich von 15 Infizierten die Rede gewesen.

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Es habe wohl nicht eine Quelle für die Fälle im Klinikum gegeben, sondern mehrere, sagte der Leiter des Dortmunder Gesundheitsamts, Dr. Frank Renken. Man werde nicht hundertprozentig in der Lage sein, alles zu rekonstruieren.

Die gute Nachricht: „Wir halten das Infektionsgeschehen für unter Kontrolle. Es hat keine weiteren Infektionen gegeben“, sagte Renken.

Dass es in Zukunft zu weiteren Infektionen kommen werde, ist jedoch nicht auszuschließen: Bei mehr als 4000 Beschäftigten gebe es immer wieder ein Gefährdungspotenzial, ebenso bei Notfallpatienten, so Renken. Bei einem solchen Ansteckungsfall mit einem Patienten, der als Notfall vor der Aufnahme nicht getestet werden konnte, hätten sich wohl auch Mitarbeiter des Klinikums angesteckt.

„Wir führen inzwischen bei allen Aufnahmen im Klinikum einen Covid-19-Abstrich durch. Aber das ist immer nur eine Momentaufnahme zur Abstrichsituation“, sagte Prof. Dr. Thomas Schwenzer als Ärztlicher Direktor des Klinikums.

Bei allen Sicherheitsmaßnahmen sei es nicht auszuschließen, dass es zu Übertragungen kommen könne, sagte auch Dr. Frank Hünger, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene und Klinische Mikrobiologie am Klinikum.

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Wichtig sei, schnell zu reagieren. „Wir konnten das Geschehen sehr schnell unter Kontrolle bringen“, bilanzierte Hünger. „Aber wir werden weiter aufmerksam bleiben müssen.“

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