Mehrere Sitzblockaden sorgten am Samstagmittag für Stau in Dortmund. © Robin Albers
Extinction Rebellion

Klima-Aktivisten blockieren gleichzeitig fünf Straßen in Dortmund

Extinction Rebellion hat am Samstagmittag (15.5.) gleichzeitig an fünf Straßen mit Sitzblockaden für Klimaschutz demonstriert. Die Aktion unterschied sich in einem Punkt von den vorherigen.

Als Teil einer bundesweiten Aktion haben Aktivistinnen und Aktivisten der Klimaschutz-Bewegung „Extinction Rebellion“ (XR) an fünf Orten in Dortmund den Straßenverkehr am Samstag (15.5.) mit Sitzblockaden unterbrochen. Ein Mittel, dass die Gruppe in der Vergangenheit schon häufiger nutzte. Doch bei dieser Sitzblockade gab es eine Besonderheit.

Eine Aktivist sorgt für Stau bis zur Schützenstraße

Die Blockaden waren jeweils Ein-Personen-Aktionen. Die Gruppe nennt sie „Rebellion of One“. So sorgte ein einzelner junger Aktivist auf der Mallinckrodtstraße für einen Stau vom Nordmarkt bis zur Schützenstraße.

Nach Angaben von Extinction Rebellion habe sich der Aktivist um kurz nach 12 auf den Asphalt am Fußgängerüberweg in der Nähe des Discounters Netto gesetzt. Er trug ein Überwurf aus Plakaten, auf denen „Ich habe Angst, dass viele Menschen leiden müssen wegen der Klimakrise“ stand.

Ihrem Unmut machten die aufgehaltenen Autofahrenden mit Hupen Luft, vom Grund für den Stau werden jedoch die, die weiter hinten standen, schon nichts mehr mitbekommen haben.

Das Ordnungsamt und die Polizei führten Gespräche mit dem Aktivisten. Forderten ihn auf, die Sitzblockade zu beenden. Nachdem dieser sich jedoch weigerte, zogen zwei Polizisten den Mann schließlich gegen 12.40 Uhr an den Armen hoch und brachten ihn zum Bürgersteig. Dort wurden die Personalien des jungen Mannes aufgenommen und er bekam einen Platzverweis.

Vier weitere Sitzblockaden in der City

Weitere Aktionen fanden parallel auf der Kaiserstraße, der Saarlandstraße, im Neuen Graben und an der Möllerbrücke statt. Während die Saarlandstraße und der Neue Graben bereits wieder frei waren, war an der Möllerbrücke gegen 12.35 Uhr noch eine Aktivistin mit Begleitung anzutreffen, die aber die Straße bereits geräumt hatte. Mit einem umgehängten Plakat drückte sie ihre Angst vor einem „6. schmerzvollen Massenaussterben“ aus.

Auch an der Möllerbrücke kam es wegen der Blockade etwa 20 Minuten lang zu einem Stau.
Auch an der Möllerbrücke kam es wegen der Blockade etwa 20 Minuten lang zu einem Stau. © Extinction Rebellion © Extinction Rebellion

Die Polizei teilt mit, dass die Aktivistin an der Möllerbrücke von Beamten von der Straße getragen worden sei. Dort sei es in Richtung Norden kurzzeitig zu einem längeren Stau gekommen. Andernorts hätten Aktivisten auf Ansprache der Einsatzkräfte hin die Straßen geräumt. Insgesamt haben die Einsätze an allen Orten zwischen 10 und 25 Minuten gedauert, so die Polizei. Es werde nun geprüft, ob Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten vorliegen.

Extinction Rebellion will laut einer Pressemitteilung mit der Aktion „ihre Angst vor der Klimakrise und dem kommenden Ende der natürlichen Lebensgrundlagen“ ausdrücken.

Ihre Autoren
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
Zur Autorenseite
Avatar
Redaktion Dortmund
Gut recherchierter Journalismus liegt mir am Herzen. Weil die Welt selten einfacher wird, wenn man sie einfacher darstellt. Um Zusammenhänge zu erklären, setze ich auf klaren Text und visuelles Erzählen – in Videos, Grafiken und was sonst dabei hilft.
Zur Autorenseite
Bastian Pietsch

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.