Ilijas Selimovic hat das Puzzeln schon vor der Krise für sich entdeckt. Der Dortmunder plant jetzt sogar eigene Puzzle-Wettbewerbe. © privat
Lockdown-Trend

Kleine Teile, großer Spaß: Dortmunder veranstaltet Puzzle-Wettbewerbe

Puzzeln - im Corona-Lockdown gibt es einen regelrechten Hype um das Legespiel. Den Sport haben andere bereits vor Jahren für sich entdeckt. Ein Dortmunder veranstaltet sogar Puzzle-Wettbewerbe.

500, 1000 oder sogar 1500 – plötzlich starren alle stundenlang auf kleine Teilchen. Um der Lockdown-Langeweile zu entgehen, haben viele Menschen das Puzzeln für sich entdeckt. Was früher als Beschäftigung für Kinder galt, erfährt im Lockdown einen regelrechten Hype.

Das merken auch die Hersteller. Der neue Lockdown-Sport lässt ordentlich die Kassen klingeln. Laut Marktforschungsinstitut NPD ist das Geschäft mit dem Legespiel im Jahr 2020 um 60 Prozent gewachsen.

Corona-Puzzeln in Dortmund

Ilijas Selimovic weiß schon lange, wie viel Spaß man mit den kleinen Teilen haben kann. Der Dortmunder nimmt bereits seit Jahren an internationalen Puzzle-Wettbewerben teil und hat im Lockdown sogar einen eigenen ins Leben gerufen.

„Als der zweite Lockdown kam, passte das ganz gut“, sagt Selimovic. Das war der Startschuss für den zweiten Dortmunder Puzzle-Wettbewerb. Den ersten hatte ein Freund von Selimovic vor einiger Zeit veranstaltet, weil der aber nicht noch einmal wollte, schlüpfte der Dortmunder in die Rolle des Organisators.

Die Dortmunder Puzzle-Community nimmt regelmäßig an internationalen Wettbewerben teil. © privat © privat

Kurze Zeit später war das Corona-Puzzeln geboren. Seit Oktober puzzeln nun 14 Teilnehmer um die Wette. Ziel ist es, verschiedene 500-teilige Legespiele in einer besseren Zeit als die Konkurrenten fertigzustellen.

Das Feld der Teilnehmer ist sehr gemischt. Neben ein paar Neulingen sind auch ein paar echte Puzzle-Profis dabei. Einige von ihnen haben bei einem Puzzle-Turnier im belgischen Arlon mit rund 100 Teams gewonnen. „Das ist echt ein Erfolg“, sagt Selimovic. Die Dortmunder Puzzle-Community war damals gleich mit zwei Teams vor Ort. Selimovic war auch dabei, allerdings nicht im Gewinner-Team.

Dortmunder nimmt an internationalen Wettbewerben teil

Der Dortmunder nimmt bereits seit vier Jahren regelmäßig an Puzzle-Wettbewerben teil. Eingestiegen ist er mit der Dortmunder Meisterschaft: „Da habe ich dann Blut geleckt.“ Seitdem ist Selimovic im Puzzle-Fieber und fährt mit seiner Frau und anderen Dortmunder Puzzlern regelmäßig zu Wettbewerben.

Meistens geht es dann über die Ländergrenzen hinaus. „In Deutschland ist nicht so viel los“, sagt Selimovic, die meisten Wettbewerbe fänden in Belgien statt. „Für mich ist das immer ein kleiner Urlaub, bei dem ich gemeinsam mit anderen meinem Hobby nachgehen kann.“

Puzzeln – aber mit der richtigen Strategie

Bei den offiziellen Turnieren wird in Teams gepuzzelt. Die Aufgaben werden dabei genau verteilt und die Pappplättchen nach einer eingespielten Strategie gelegt. „Als erstes wird das Puzzle ausgekippt und die Teile dann umgedreht, so dass man das Motiv erkennt“, erklärt Selimovic, „dann werden als erstes die Randteile aussortiert.“

Jedes Teammitglied puzzelt dann einen anderen Teil des Puzzles. „Den Rand puzzelt der Langsamste“, sagt Ilijas Selimovic lächelnd. Die richtige Strategie beim Puzzeln sei etwas strittig, meint der Dortmunder, aber alle guten Teams würden sortieren, was das Zeug hält.

500 Teile in viereinhalb Minuten

Der Puzzle-Liebhaber aus Dortmund legt 500 Teile in viereinhalb Minuten zusammen. Für Wettbewerbe sucht er sich Puzzle, die er trainieren kann. Die Marke des Puzzles spielt dabei eine wichtige Rolle. „Die wähle ich ausgerichtet am Wettbewerb aus“, sagt Selimovic, „denn je nach Marke unterscheidet sich beispielsweise die Anzahl der Sonderteile.“ Sonderteile sind die Teile, die mehrere Zacken haben.

Für seine Leidenschaft will der Dortmunder jetzt auch andere begeistern. Deswegen hat der Software-Entwickler eine Webseite aufgebaut: Auf speedpuzzeln.de gibt es Tipps zum Ablauf von virtuellen Turnieren, Puzzle-Challenges und auch die Möglichkeit, einen Newsletter zu abonnieren. Geplant sind außerdem regelmäßige Turniere, bei denen jeder mitmachen kann.

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