Klage gegen Edeka-Bau: IG Dorstfeld Aktiv und BUND kämpfen Seite an Seite gegen die Stadt

Edeka in Dorstfeld

Der neue Edeka auf der Frerichwiese in Dorstfeld ist beschlossene Sache. Noch. Denn die IG Dorstfeld Aktiv und der BUND ziehen vor Gericht - und haben dafür auch einen aktuellen Grund.

Dorstfeld

, 30.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Klage gegen Edeka-Bau: IG Dorstfeld Aktiv und BUND kämpfen Seite an Seite gegen die Stadt

Reiner Schwalm von der IG Dorstfeld Aktiv wird gemeinsam mit dem BUND gegen den Edeka-Bau klagen. © Michael Nickel

Seit knapp einem Monat ist klar: Der neue Edeka wird kommen. So hatte es zumindest der Rat der Stadt Dortmund am 4. Juli beschlossen. Die Kritik vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Dortmund folgte prompt. Eine für Dorstfeld wichtige Grünfläche werde versiegelt und der neue Supermarkt sei nicht „ökologisch geplant“, so BUND-Sprecher Thomas Quittek.

Die Stadt Dortmund versicherte daraufhin, dass es eine Dach- und Fassadenbegrünung sowie Ersatzpflanzungen geben werde. Doch das reicht der Interessengemeinschaft (IG) Dorstfeld Aktiv nicht, die schon vor dem Ratsbeschluss mit einer Klage drohte.

Die IG Dorstfeld Aktiv setzt sich für die Umwelt ein

Denn auch der IG Dorstfeld Aktiv gehe es um die Umwelt. „Hier soll eine große Grünfläche versiegelt werden“, bemängelt der Vorsitzende Reiner Schwalm. „Und das, obwohl es an Grünflächen zumindest einige Grad kühler ist als zwischen Häusern - das sollte bei der Hitze für jeden ein Argument sein.“

Auch die 2000 Autos, die täglich am Supermarkt erwartet werden, machen ihm Sorgen. Der Parkplatz reiche nicht aus, die logische Konsequenz: Kunden parken in den umliegenden Straßen und sorgen nahe der Gutenberg-Grundschule für Verkehrschaos. In der kommenden Woche werden die IG-Mitglieder über ihre Klage beraten. Und der BUND unterstützt die IG. „Da haben wir einen starken Partner - und wir sind von einem Erfolg überzeugt“, sagt Reiner Schwalm.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt