Kirchentag reagiert auf Kritik an der Stadt: „Guter Wille ist erkennbar“

dzBaustellen-Ärger

Dortmund hat den Kirchentag nicht verdient, meint unser Autor Ulrich Breulmann angesichts vieler offener Baustellen in der Stadt. Die Kirchentags-Organsiatoren sehen das anders.

Dortmund

, 03.06.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Halbfertige Straßen mitten in der City, ein Flickenteppich auf dem Westenhellweg und Baustellen, die für den Kirchentag nur unterbrochen werden – unser Autor Ulrich Breulmann sieht die Stadt Dortmund auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 19. bis 23. Juni schlecht vorbereitet. „Dortmund hat den Kirchentag nicht verdient“, lautet sein Urteil in der Rubrik „Klare Kante“.

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Das sehen die Kirchentags-Organisatoren allerdings anders. „Wir fühlen uns in Dortmund gut aufgehoben“, sagt Kirchentag-Organisationschef Carsten Kranz.

„Wir wissen, dass die Stadt sich seit langer Zeit auf den Kirchentag vorbereitet“, stellt Kranz mit Blick auf Baustellen in der Innenstadt fest. Dazu gehört etwa, dass der weitere Ausbau der Kampstraße zum Boulevard mit Rücksicht auf den Kirchentag verschoben wurde. Andere Baustellen wurden zeitlich auf den Kirchentag abgestimmt.

Ostwall soll fertig werden

„Wichtig ist für uns, dass die Baustelle am Ostwall fertig wird“, stellt Kranz fest. Denn auf dem östlichen Abschnitt des dann gesperrten Wallrings soll mit Blick auf eine Bühne am Ostentor am 19. Juni einer der drei großen Eröffnungsgottesdienste des Kirchentags stattfinden.

Die Stadt habe zugesagt, dass die Fahrbahn des Ostwalls spätestens am Pfingstwochenende asphaltiert werde, erklärt Kranz. Am Wochenende danach sollen dann Ost- und Schwanenwall gesperrt werden, um die Bühne am Ostentor aufbauen zu können. Die Bauarbeiten zur Erneuerung von Fahrbahn und Mittelstreifen auf dem Ostwall hatten sich verzögert, weil es immer wieder archäologische Funde im Bereich der früheren Stadtmauer gab.

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Ähnlich sieht es an der Silberstraße aus, wo Überreste des früheren Dominikanerklosters entdeckt worden waren.

Kirchentag reagiert auf Kritik an der Stadt: „Guter Wille ist erkennbar“

Die Baustelle an der Silberstraße wird zum Evangelischen Kirchentag Mitte Juni nur unterbrochen. © Oliver Volmerich

Deshalb wird die Silberstraße zum Kirchentag voraussichtlich nur zur Hälfte mit einem neuen Pflaster versehen sein, der südliche Teil wird proviorisch hergerichtet. „Es wäre natürlich netter, wenn die Silberstraße fertig wäre. Aber das wird den Kirchentag nicht schlechter machen“, sagt Carsten Kranz.

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Positiv hebt der Kirchentags-Organisator die Bemühungen der Stadt hervor, die City etwa mit Blumenschmuck auf der unfertigen Kampstraße und an Laternenmasten optisch aufzuhübschen. „Das macht den Willen der Stadt deutlich, sich den Besuchern des Kirchentages positiv zu präsentieren“, sagt Kranz.

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