Bewegung „Fridays for future“ wird zum Thema beim Ökumenischen Gottesdienst

dzEvangelischer Kirchentag

Es gab eine Zeit, da war Fronleichnam ein Kampftag zwischen katholischen und evangelischen Christen. Da gleicht der große Ökumenische Gottesdienst beim Kirchentag schon einer Revolution.

Dortmund

, 20.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Martin Luther hätte seinen Augen und Ohren nicht getraut, wenn er den Ökumenischen Gottesdienst am Fronleichnamstag auf dem Hansaplatz in Dortmund miterlebt hätte. Martin Luther nannte Fronleichnam „das schädlichste aller Feste“. Für ihn war es eine „Gotteslästerung“. Und jetzt das: Evangelische, griechisch-orthodoxe und katholische Geistliche feiern gemeinsam Gottesdienst – und das in Harmonie und ohne jeden Missklang.

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Kirchentag: Zentraler Ökumenischer Gottesdienst

Einen außergewöhnlichen, ökumenischen Gottesdienst feierten mehrere hundert Gläubige am Fronleichnamstag auf dem Hansaplatz. Hier sind die schönsten Bilder.
20.06.2019
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Das Kreuz wurde zu Beginn des Gottesdienstes zum Altar getragen.© Stephan Schuetze
Bis zum Beginn des Gottesdienstes waren Regenschirme angesagt. Später dienten sie als Sonneschutz.© Stephan Schuetze
Superintendentin Heike Proske und Propst Andreas Coersmeier.© Stephan Schuetze
Pastorin Ulrike Oetken, Superintendentin Heike Proske und Propst Andreas Coersmeier (v.l.).© Stephan Schuetze
Diese jungen Damen schöpften Wasser aus einem großen Becken, um damit im Verlauf des Gottesdienstes ein Kreuz auf Stirn oder Hand der Gläubigen zu zeichnen - als Erinnerung an die Taufe.© Stephan Schuetze
Diese jungen Damen schöpften Wasser aus einem großen Becken, um damit im Verlauf des Gottesdienstes ein Kreuz auf Stirn oder Hand der Gläubigen zu zeichnen - als Erinnerung an die Taufe.© Stephan Schuetze
Mehrere hundert Gläubigen feierten den Gottesdienst mit.© Stephan Schuetze
Tänzerinnen des Jugend-Tanz-Theaters Dortmund gestalteten den Gottesdienst mit einer Performance.© Stephan Schuetze
Tänzerinnen des Jugend-Tanz-Theaters Dortmund gestalteten den Gottesdienst mit einer Performance.© Stephan Schuetze
Mit Wasser wurde ein Kreuz auf die Stirn der Gläubigen gezeichnet - als Erinnerung an die Taufe.© Stephan Schuetze
Superintendentin Heike Proske und Propst Andreas Coersmeier.© Stephan Schuetze
Junge Helferinnen zeichneten mit Wasser ein Kreuz auf Stirn oder Hand der Gläubigen - als Erinnerung an die Taufe.© Stephan Schuetze
Junge Helferinnen zeichneten mit Wasser ein Kreuz auf Stirn oder Hand der Gläubigen - als Erinnerung an die Taufe.© Stephan Schuetze
Junge Helferinnen zeichneten mit Wasser ein Kreuz auf Stirn oder Hand der Gläubigen - als Erinnerung an die Taufe.© Stephan Schuetze
Superintendentin Heike Proske und Propst Andreas Coersmeier hielten gemeinsam die Predigt.
© Stephan Schuetze
Die Gottesdienstteilnehmer machten mit.© Stephan Schuetze
Sitzplätze waren rar.© Stephan Schuetze
Die Gläubigen lauschten aufmerksam den Texten des Gottesdienstes.© Stephan Schuetze
Die Gläubigen lauschten aufmerksam den Texten des Gottesdienstes.© Stephan Schuetze
Der Gottesdienst war gut besucht, aber nicht überfüllt.© Stephan Schuetze
20.06.2019 Dortmund City - Kirchentag in Dortmund Tag 1 Donnerstag - oekumenischer Gottesdienst ab 10 Uhr auf dem Hansaplatz mit Superintendentin Heike Proske Dortmund - Copyright Stephan Schuetze© Stephan Schuetze
Junge Helferinnen zeichneten mit Wasser ein Kreuz auf Stirn oder Hand der Gläubigen - als Erinnerung an die Taufe.© Stephan Schuetze

Mehr noch. Der katholische Stadtdechant Andreas Coersmeier und die evanglische Superintendentin Heike Proske halten gemeinsam im Wechsel die Predigt. Es gibt nicht zwei Predigten, sondern nur eine. „Gerettet – wieder und wieder“ ist das Thema des Gottesdienstes. Propst Coersmeier spielt auf die Fridays-for-future-Bewegung an: „Lassen wir uns durch unsere Kinder aufwecken.“ Heike Proske ergänzt: „Fangen wir damit an, hier und jetzt auf dem Kirchentag in Dortmund.“

Es war ein höchst ungewöhnlicher Gottesdienst, mit tänzerischen Einlagen, viel Musik und bewegenden Zeichen zum Thema Wasser, das retten und auch vernichten kann. Einige hundert Gläubige wirkten ein wenig verloren auf dem Hansaplatz. Da hatten die Organisatoren offenbar mit mehr Besuchern gerechnet. Vielleicht lag es auch am Wetter, denn bis kurz vor Beginn des Gottesdienstes nieselte es leicht. Da suchten offenbar viele eher überdachte Veranstaltungen auf.

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