Kirchen, Moscheen und die Synagoge laden wieder zu Gottesdiensten ein

dzGottesdienste Dortmund

Durch die Corona-Pandemie konnten in den letzten Wochen keine Gottesdienste gefeiert werden. Jetzt öffnen die ersten Kirchen, Moscheen und Synagogen in Dortmund wieder.

Dortmund

, 09.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 1. Mai wurde das Verbot öffentlicher Gottesdienste aufgehoben. Bevor diese aber stattfinden können, müssen Kirchengemeinden ein Konzept vorweisen, um die Sicherheit der Gottesdienstteilnehmer zu gewährleisten.

Start der Gottesdienste in Dortmund

Im pastoralen Raum Dortmund-Ost und im pastoralen Raum im Dortmunder Süden sind bereits die ersten Gottesdienste nach der Corona-Unterbrechung gefeiert worden. Die Mehrheit der katholischen Gemeinden in Dortmund hat sich allerdings dazu entschieden, erst ab Sonntag (10. Mai) wieder zu öffentlichen Gottesdiensten einzuladen.

Damit soll den Gemeinden genügend Zeit bleiben, die verschiedenen Auflagen zum Schutz der Gottesdienstteilnehmer umzusetzen.

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Ab Sonntag (10. Mai) laden auch einige evangelische Gemeinden wieder zum sonntäglichen Präsenzgottesdienst in die örtliche Kirche ein.

Während der Gottesdienste gilt die Abstandsregel von zwei Metern. Ebenso müssen in den Kirchen Schutzmasken getragen werden. Wer einen Gottesdienst besucht, muss zudem Namen und Anschrift hinterlassen, um im Nachhinein etwaige Infektionsketten nachverfolgen zu können

Koordinationsrat der Muslime plant Moscheeöffnung

Ab Samstag (9. Mai) sollen unter Auflagen auch Moscheen wieder für Gemeinschaftsgebete öffnen. Die Gebetshäuser werden für bis zu drei der fünf Pflichtgebete täglich geöffnet. Die stärker besuchten Nachtgebete im Ramadan sowie die Freitags- und Festtagsgebete finden vorerst nicht statt.

Wie auch in den Gottesdiensten der beiden großen christlichen Kirchen werden die Besucherzahlen der Moscheegebete begrenzt, ein Mindestabstand von zwei Metern beziehungsweise eine Fläche von zehn Quadratmetern pro Besucher wird angesetzt, sowie Name und Telefonnummer notiert.

Moscheebesucher müssen mindestens zwölf Jahre alt sein, ihren eigenen Gebetsteppich und für Rezitationszirkel im Ramadan ihr eigenes Koranexemplar mitbringen. Sanitäranlagen einschließlich der Waschräume für die rituelle Waschung dürfen nicht benutzt werden. In der Moschee muss ein Mundschutz getragen werden.

Synagoge öffnet nach Empfehlung des Gesundheitsamtes

Die jüdische Gemeinde Groß-Dortmund empfängt ihre Mitglieder bereits ab Freitag (8. Mai) wieder in der Synagoge. Auch hier werden alle Forderung des Gesundheitsamtes streng durchgesetzt.

Im Vordergrund steht die Gesundheit der Gemeinde betont Rabbiner Baruch Babaev auf Anfrage der Redaktion. Auch hier gilt der Sicherheitsabstand von zwei Metern, ebenso wie die Mundschutzpflicht.

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