Kinderoper und Jugendtheater: Wie teuer wird die Junge Bühne für Dortmund?

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Ein Architektenwettbewerb schafft jetzt Klarheit darüber, wie die Junge Bühne des Theaters aussehen wird. Spannend: die Frage nach den Kosten. Die Planer werden schon für Entwürfe belohnt.

Dortmund

, 21.08.2019, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher gibt es nur vage Skizzen für einen Theaterneubau am Hiltropwall und eine lange Wunschliste des Theaters für die Ausstattung einer Jungen Bühne als Domizil von Kinder- und Jugendtheater und Kinderoper.

Kinderoper und Jugendtheater: Wie teuer wird die Junge Bühne für Dortmund?

So sah eine erste Machbarkeitsstudie den Neubau (r.) auf dem Eckgrundstück zwischen Kuhstraße/Hövelstraße und Hiltropwall vor. © Theater Dortmund

Jetzt sollen aber Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Stadt hat europaweit einen Architekten-Wettbewerb „Junge Bühne“ ausgeschrieben. Bis zu 25 Büros sollen Entwürfe für den Theaterbau liefern. Der Siegerentwurf soll mit 46.000 Euro belohnt werden. Insgesamt sind Preisgelder in Höhe von 115.000 Euro ausgeschrieben.

Bewerbungen werden bis Mitte September angenommen. Fünf renommierte Planer mit Erfahrungen im Theaterbau wurden bereits vorab ausgewählt: Die Büros DFZ Architekten und pfp Architekten aus Hamburg, HPP Architekten aus Düsseldorf, Staab Architekten aus München und Bez+Kock aus Stuttgart. Sollte es mehr als 20 Bewerber um die restlichen Plätze geben, sollen die Teilnehmer ausgelost werden.

Preisgericht tagt Ende März

Bis Mitte Januar sollen die Büros Pläne vorlegen. Ende März soll das Preisgericht den Siegerentwurf und die weiteren Plätze auswählen.

Spannend ist, ob sich die Pläne in dem von der Politik vorgegebenen Kostenrahmen realisieren lassen. Denn im Frühjahr 2018 hatte es einen langen Streit um die Kosten für die Junge Bühne gegeben, die deutlich gestiegen waren.

Nachdem vor Jahren von Kosten um die 17 Millionen Euro die Rede gewesen war, hatte das Theater im April 2018 ein Wunschprogramm mit Kosten zwischen 50 und 70 Millionen Euro vorgelegt. Nach Protesten aus der Politik hatte die Verwaltung das Projekt dann wieder deutlich abgespeckt.

Rat hat Kosten gedeckelt

Am 17. Mai 2018 hatte der Rat dann einen Kostendeckel beschlossen: Maximal 32,1 Millionen Euro darf der Neubau der „Jungen Bühne“ insgesamt kosten.

In der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs ist von einem „Projektvolumen“ von rund 15 Millionen Euro reine Baukosten die Rede. Dafür sollen eine Hauptbühne mit 310 Zuschauerplätzen und eine Studiobühne mit 140 Plätzen entstehen sowie Probebühnen, Seminarräume, Garderoben, Technik- und Lagerbereiche, Büros und Aufenthaltsräume.

Die Ergebnisse des Planungswettbewerbs sollen Grundlage für den eigentlichen Bau- und Finanzierungsbeschluss des Rates sein. Nach dem bisherigen Fahrplan soll der Bau der „Jungen Bühne“ 2021 starten. 2023 könnte das neue Theater dann Eröffnung feiern.

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