Kevin Kühnert in kurzer Hose am Info-Stand im Dortmunder Vorort

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Die SPD hat sich bundesweit bekannte Verstärkung zum Wahlkampf nach Wickede eingeladen: Kevin Kühnert, der Bundesvorsitzende der Jusos, war zu Gast. Der Vorort erinnere ihn an Berlin, sagte er.

Wickede

, 08.08.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter strahlend blauem Himmel und bei über 30 Grad hat die SPD am Rand des Levi-Cohen-Platzes in Wickede einen kleinen Stand aufgebaut. Mit Unterstützung des stellvertretenden Parteivorsitzenden und Bundesvorsitzenden der Jusos, Kevin Kühnert, und der Landtagsabgeordneten Nadja Lüders wollten die Sozialdemokraten mit Passanten sprechen und Sympathien für die Kommunalwahl im September sammeln.

Das gelang dem Team aus rund einem Dutzend SPDlern auch durchaus. „Corona-bedingt ist das eine der besten Möglichkeiten, draußen zu sein und die Bürger zu treffen“, befand die Wickeder Ratskandidatin Anna Spaenhoff.

Schüler diskutiert über Verschwörungstheoretiker

Mit einem jungen Wähler kam Kevin Kühnert ins Gespräch und sprach mit dem 16-Jährigen unter anderem über Verschwörungstheoretiker. „Mich interessiert oft, warum die so etwas glauben und denken, dass die Gesellschaft gegen sie arbeitet“, so Kühnert.

Viele könnten oft nicht zwischen seriösen Medien und unseriösen unterscheiden. Für den Schüler ist die anstehende Kommunalwahl die erste Wahl, bei der er wählen darf. „Mich interessiert, was da entschieden wird“, erklärte er. Auch wer die Interessen junger Wähler vertritt und wie, wollte er wissen.

Ratskandidatin Anna Spaenhoff und Kevin Kühnert gingen den Hellweg entlang, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Ratskandidatin Anna Spaenhoff und Kevin Kühnert gingen den Hellweg entlang, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. © Schaper

Die Hitze des Samstags machte dem Team nichts aus. „Wir hatten ja schon ein paar Tage, um uns daran zu gewöhnen“, sagte die 20-jährige Wickederin Isabel. Der Termin stand schon seit Wochen fest. Viele der Passanten, die am Stand hielten, sprachen mit Anne Spaenhoff und Kevin Kühnert. Nur wenige nahmen einfach nur Werbegeschenke mit.

Der Hellweg erinnert Kühnert an Berlin

Nadja Lüders, die ebenso zu dem Stand gekommen ist, fand, dass die SPD in der Corona-Zeit gut zusammengehalten hat. Anfangs gab es viele Fragezeichen, wie der Wahlkampf geführt werden könne. Aber jetzt funktioniere alles gut.

Kevin Kühnert und das SPD-Team waren am Wickeder Hellweg zu Besuch.

Kevin Kühnert und das SPD-Team waren am Wickeder Hellweg zu Besuch. © Schaper

„Die Straße erinnert mich an Straßen am Berliner Stadtrand“, sagte Kühnert, der aus der Hauptstadt stammt. Er freute sich, dass viele kamen, um sich zu informieren. Anna Spaenhoff und er kennen sich schon länger. Gut finde er es auch, dass junge Menschen kamen. „Das zeigt, dass es richtig ist, das Wahlalter zu senken.“ Er war schon oft in Dortmund: „Nur zu einem BVB-Spiel habe ich es noch nicht geschafft“, bedauerte der Fußballfan.

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Neben Kugelschreibern und anderen Giveaways waren kleine Blümchen im Topf sehr beliebt. Und zur Lokalpolitik sagte Anna Spaenhoff: „Die Bürger sprachen oft an, ob der Hellweg nicht Tempo-30-Zone werden könne. Da er eine Landesstraße ist, können wir wenig tun. Aber wir wollen beantragen, dass vor Kitas und anderen sensiblen Gebäuden Tempo 30 eingerichtet wird.“

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