Keine Spur vom veruntreuten Geld

DORTMUND Die Staatsanwaltschaft ist weiter auf der Suche nach dem verschwundenen Steuergeld, das die 41-jährige Sachbearbeiterin zumindest in den vergangenen anderthalb Jahren im OB-Büro veruntreut haben soll.

von Von Gaby Kolle

, 21.04.2007, 13:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch bei einer Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei keinen Hinweis auf die möglicherweise sechsstellige Summe, die mit gefälschten Belegen vom Stadtkonto ergaunert wurde. Auch die Lebenssituation der Verdächtigen lässt keine Rückschlüsse zu, wo das Geld geblieben sein könnte; denn die allein stehende Frau, die seit Donnerstag wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft sitzt, lebte nach wie vor bescheiden. Und sie schweigt noch immer. Die Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, dass sie versucht, jemanden zu decken.

Zu dem Fall selbst wollte sich Dr. Ina Holznagel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, nicht äußern. Nur so viel: Zum Standardrepertoire gehöre in solchen Fällen, die finanzielle Situation der Verdächtigen unter die Lupe zu nehmen. „Wenn sich dabei Hinweise auf weitere Beteiligte erhärten lassen, gehen wir denen nach. Doch bisher haben wir eine Beschuldigte, die schweigt.“ Zurzeit versuche man systematisch aufzuklären, wie und was an Geld verschwunden ist, so Holznagel und fügt hinzu: „Die Frau ist keine hartgesottene Verbrecherin.“

Nach RN-Informationen soll die OB-Mitarbeiterin bei der polizeilichen Vernehmung sinngemäß gesagt haben, dass, wenn man ihr etwas anhänge, auch noch andere mit hochgingen. Die Mutter der Frau erklärte gegenüber den RN, ihre Tochter sei schon früher Opfer von „Mobbing“ im OB-Büro geworden. Bei ihrer Tochter jedenfalls werde man kein Geld finden, „weil sie keins hat“.

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