Keine Ruhe nach dem Sturm

28.07.2008, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hörde Als Heino Happe am Samstagnachmittag mit seinen Radsport-Kollegen von Fröndenberg nach Dortmund blickte, sah er das Unheil kommen: "Da hing eine dicke schwarze Wolke über der Stadt."

Noch am Samstagabend schellte das Telefon "sturm": Dem vor 25 Jahren vom Hörder Traditionskohlenhandel umstrukturierten Containerdienst blies eine steife Brise ins Gesicht: "Die ersten Kunden riefen an, weil sie den Sperrmüll aus den überfluteten Kellern ausräumen mussten."

Der Tag nach dem Sturm: Von Sonntagsruhe keine Spur. "Aber selbst in solchen Notfällen dürfen wir sonntags unsere LKW nicht bewegen. An eine Ausnahmegenehmigung ist auch nicht zu kommen - wir leben ja in Deutschland", gibt er den Frust der enttäuschten Kunden weiter.

Dafür lieferte der Familienbetrieb seine Container am Montag im Minuten-Rhythmus aus. Heino Happe war vorsichtshalber schon um 5.50 Uhr im Büro. Sein Instinkt gab ihm Recht: "Wir haben in vier Stunden so viel gearbeitet wie sonst an zwei Tagen. Die Fahrer waren hauptsächlich in Wellinghofen, Kirchhörde und Lücklemberg im Dauereinsatz und mussten die Container teilweise nach einer Stunde wieder abholen, weil die Kapazität nicht reichte."

Für den 59-jährigen Firmenchef und seine Frau Dagmar steht fest: "Dieser Tag zieht in die Firmenchronik ein." ban

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