Keine Oma, die einem das Stricken beibringt? Hier könnte es die Lösung geben

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Wenn am Samstag (26. Oktober) der Thementag Begegnung in Hörde stattfindet, richtet er sich zwar in erster Linie an eine Zielgruppe. Dabei sein dürfte aber für jeden etwas.

Hörde

, 22.10.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Formalitäten vorab: Der Begegnungstag findet am Samstag (26. Oktober) von 12 bis 16 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus an der Wellinghofer Straße 21 statt. Das soll aber auch schon alles Formale und Formelle sein.

Denn in diesen vier Stunden soll es vor allem darum gehen, dass sich Menschen kennenlernen, die zwar gemeinsame Interessen und Hobbys haben, diese aber nicht ausüben. Das liegt zumeist daran, dass sie schlicht niemanden haben, mit dem sie Zeit verbringen können.

Brückenschlag zwischen Jung und Alt

Genau das könnte sich am Samstag aber ändern. „Junge und alte Menschen können zusammenkommen, der Brückenschlag ist wichtig“, sagt Carola Urban vom Seniorenbüro Hörde.

Zusammen mit mehreren Partnern aus einem bestehenden Netzwerk organisiert das Seniorenbüro diesen Begegnungstag.

In erster Line richten sich die Aktionen des Büros an ältere Menschen. Bei Unternehmen und in Vereinen sind Carola Urban und ihre Kollegin Hanna Müller unterwegs, um über Wohnen, Pflege und Vorsorgevollmacht zu sprechen, eine offene Sprechstunde für Senioren ist Standard.

Thementage haben die beiden schon zu Demenz und Mobilität veranstaltet. Jetzt ist es wieder die Begegnung. „Einsamkeit ist ein Riesen-Thema“, sagt Hanna Müller.

Der Gewinner des Fotowettbewerbs wird gekürt

So steht einer der drei Themenblöcke am Samstag unter dem Motto „Begegnung, Freizeit, Ehrenamt. Hier können Senioren erfahren, wo sich etwas unternehmen oder sich freiwillig engagieren können.

Ein anderer Themenblock ist der Fotowettbewerb. Unter dem Titel „Generationen begegnen sich in Hörde“ hat das Seniorenbüro dazu aufgerufen, Bilder einzusenden. Der Gewinner wird am Samstag um 14 Uhr verkündet und bekommt 300 Euro Preisgeld.

Beim dritten Themenblock „Interessensbörse“ kommen dann auch die Jüngeren ins Spiel. „Wenn ich zum Beispiel keine Oma in der Nähe habe, die mir zeigt, wie man strickt, könnte sich hier jemand finden“, sagt Carola Urban.

Den Hund fürs Gassigehen an einen Senior abgeben?

Sie und Hanna Müller sehen weitere Möglichkeiten: Wenn jemand seinen Hund zur Nachmittagsbetreuung an einen Senior oder eine Senioren abgeben will, weil man selbst berufstätig ist. Oder wenn man mal Gitarre gespielt hat, wieder anfangen will, aber das nicht unbedingt alleine machen möchte.

Es geht aber auch andersherum: Wenn die Älteren mit ihrem Smartphone nicht klarkommen, können die Jüngeren aushelfen. Sie alle sollen beim Begegnungstag zueinander finden.

Müller und Urban sammeln die Kontakte und vermitteln dann auch ein erstes Treffen an einem geschützten Ort.

Begegnungstag

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