Karstadt/Kaufhof: Auch die Kirchen kämpfen gegen geplante Schließungen

dzWarenhäuser

Eine Stadt macht mobil: Jetzt stimmen auch die Kirchen in den vielstimmigen Protest-Chor gegen die Schließung der drei Warenhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof ein. Ihre Sorgen sind groß.

Dortmund

, 26.06.2020, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit „Bestürzung und Unverständnis“ habe man das angekündigte Aus für die Warenhäuser aufgenommen, heißt es in einer Stellungnahme der katholischen Stadtkirche. Sie appelliert an die Unternehmensführung, „sich ihrer Verantwortung für Dortmund und die hier lebenden Menschen bewusst zu sein“.

Dabei gehe es vor allem um jene rund 450 Mitarbeiter, die nun um ihre Zukunft bangen müssten. Probleme in der Gesellschaft ließen sich nur lösen, wenn nicht der Profit im Vordergrund stehe. Es sollten Lösungen gemeinsam mit allen Beteiligten und Betroffenen entwickelt werden.

Kirchen wollen mit Unternehmen sprechen

Dabei erinnert die Kirche an die katholische Soziallehre: Ihr zufolge müsse der Mensch „Urheber, Mittelpunkt und Ziel allen Wirtschaftens sein“, heißt es in der Erklärung, die beim Protestzug der Betriebsräte in der City am Freitag (26.6.) vorgestellt wurde.

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Mitmarschiert ist auch Pfarrer Friedrich Stiller vom evangelischen Kirchenkreis. Stiller und Superintendentin Heike Proske bitten die Verantwortlichen „dringlich“, ihre Entscheidung zu überdenken.

Beide kündigen an, mit den Betriebsräten und der Dortmunder Unternehmensleitung sprechen zu wollen. „Wir sind in Sorge, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Zeche zahlen müssen.“ Die Belegschaft habe „bereits wichtige Beiträge zum Erhalt des Unternehmens geleistet“.

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