Karfreitags-Kontrollen: Polizei und Stadt Dortmund veröffentlichen Zahlen

Kontrolleinsatz

Sowohl auf Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung als auch gegen die Corona-Schutzverordnung haben die Dortmunder Stadt und Polizei am Karfreitag (10.4.) fleißig kontrolliert.

Dortmund

12.04.2020, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Ordnungsamt der Stadt und die Dortmunder Polizei führten am Karfreitag (10.4.) viele Kontrollen durch. Auf dem Bild zu sehen: Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Nachmittag auf Phoenix-West.

Das Ordnungsamt der Stadt und die Dortmunder Polizei führten am Karfreitag (10.4.) viele Kontrollen durch. Auf dem Bild zu sehen: Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Nachmittag auf Phoenix-West. © Oliver Schaper

Der Karfreitag, in der Tuning-Szene als sogenannter „Car-Freitag“ ein beliebter Feiertag, lief in diesem Jahr ruhiger ab, als gewohnt. Am Abend des Ostersonntag (12.4.) veröffentlichten die Stadt Dortmund und die Polizei neben ausführlichen Einsatzberichten Zahlen zu durchgeführten Kontrollen, ausgesprochenen Platzverweisen und Verwarngeldern.

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Im Stadtgebiet zählte die Polizei weniger Verstöße als im Vorjahr und auch die Zahlen der kontrollierten Fahrzeuge und Personen lagen mit 67 und 90 weit unter dem Niveau des vergangenen Jahres (2019: 202 Fahrzeuge sowie 250 Personen).

Stadt blitzt 201 Raser in der City

Das Ordnungsamt der Stadt erteilte auf Phoenix-West am Freitag (10.4.) ab 17 Uhr 52 Personalien-Feststellungen, 52 Platzverweise, 48 mündliche Verwarnungen und vier Ordnungswidrigkeits-Anzeigen aufgrund des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung.

Außerdem führte die Stadt in Absprache mit der Polizei eigene Geschwindigkeitskontrollen durch. Schwerpunkte des Einsatzes waren die Bereiche des Wallringes in der City sowie die bekannten Einfallstraßen wie beispielsweise die Ruhrallee, die B 54 oder die Brackeler Straße, heißt es seitens der Stadt.

Bei insgesamt neun Geschwindigkeitsmessungen wurden 2508 durchgefahrene Fahrzeuge registriert, von denen 201 Fahrzeuge zu schnell unterwegs waren. Negativer Höherpunkt ist ein Geschwindigkeitsverstoß auf der Ruhrallee mit 112 km/h (erlaubt sind dort 60 km/h).

Gruppe von 40 Personen aufgelöst

Gegen 21 Uhr nahm der Fahrzeugverkehr im Wallbereich deutlich zu, heißt es wiederum seitens der Dortmunder Polizei. Sie kontrollierte einige Autos und ihre Insassen sprach gegen Personen, die mit ihren Autos in der „Boxengasse“ am Ostwall standen, Platzverweise aus.

Darüber hinaus meldeten Zeugen im Bereich der Speicherstraße mehrere augenscheinlich der Tuningszene zugehörige Fahrzeuge. Die Polizisten stellten anschließend an einem dortigen Parkplatz rund 30 Autos und etwa 40 Personen fest. Sie erhielten Platzverweise, Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung lagen jedoch nicht vor.

Drei Fahrzeuge sichergestellt

Insgesamt sprachen die Polizeibeamten im Rahmen des Kontrolleinsatzes 60 Platzverweise aus. Drei Fahrzeuge stellten sie wegen technischer Mängel sicher. Sie fertigten zwölf Ordnungswidrigkeits-Anzeigen wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis an, etwa weil die Autos zu tief lagen, übermäßig laut waren oder sie Schleifspuren an den Radkästen feststellten.

Zwei Anzeigen gab es wegen zu geringer Profiltiefe – in einem Fall untersagten die Beamten zudem die Weiterfahrt – und weitere 15 Anzeigen wegen sonstiger Verkehrsverstöße. Darüber hinaus erhoben sie rund 20 Verwarnungsgelder wegen sonstiger Verstöße und weil Insassen während der Fahrt nicht angeschnallt waren.

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