Juwelendieb bei Passkontrolle am Flughafen verhaftet

150.000 Euro Beute

Bei der Passkontrolle eines 37-Jährigen Serben am Dortmunder Flughafen stellte sich heraus, dass der Mann per internationalem Haftbefehl gesucht wird. Im April soll er bei einem Einbruch in das Geschäft eines Arnsberger Juweliers 150.000 Euro erbeutet haben. Besonders kurios: Die Identifizierung des Täters gelang den Ermittlern erst vor wenigen Tagen.

Dortmund/Arnsberg

, 28.11.2017, 12:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Juwelendieb bei Passkontrolle am Flughafen verhaftet

Die Passkontrolle am Dortmunder Flughafen. © Peter Bandermann (Archivbild)

Gegen 14 Uhr versuchte ein 37-jähriger Serbe, mit einem Flug aus Nis (Serbien) am Dortmunder Flughafen nach Deutschland einzureisen. Bei der damit verbundenen grenzpolizeilichen Kontrolle stelle sich heraus, dass gegen den Mann ein internationaler Haftbefehl vorlag.

Ihm wird vorgeworfen, im April diesen Jahres in ein Juweliergeschäft in Arnsberg eingebrochen zu sein. Damals erbeuteten der 37-Jährige und seine Komplizen mutmaßlich Schmuck und Uhren im Wert von etwa 150.000 Euro.

Noch an der Kontrollbox klickten die Handschellen und der Serbe wurde zur Wache gebracht. Widerstand leistete der 37-Jährige dabei nicht. Später wurde er dem Arnsberger Amtsgericht überstellt, wo er dem zuständigen Haftrichter vorgeführt wurde.

Erst vor wenigen Tagen über DNA-Vergleich identifiziert

Die Identifizierung des Täters gelang dem Landeskriminalamt erst vor wenigen Tagen. DNA-Spuren, die man im April vom Tatort genommen hatte, ergaben einen Treffer in der Datenbank. Die Polizei aus dem Hochsauerlandkreis, zuständig auch für Arnsberg, vermeldete den Erfolg am vergangenen Freitag.

Vor einigen Jahren war der Mann nämlich bereits in Österreich an einem Einbruch beteiligt gewesen und seine Daten waren dort erfasst worden.

Die deutsche Polizei hatte – in Kooperation mit den österreichischen und serbischen Behörden – bis vergangene Woche ermittelt, dass der Täter sich in seiner Heimat aufhalten müsse.

Grund der erneuten Einreise gibt Rätsel auf

Warum er am Montag zurück nach Deutschland reiste, konnte sich Volker Stall, Pressesprecher der Bundespolizei, am Dienstag auch nicht so recht erklären. „Vielleicht war ihm gar nicht klar, dass er hier bekannt ist und namentlich gesucht wird. Vielleicht dachte er auch, dass man ihn nur in Österreich identifizieren kann.“

Dass man bei der Einreise per Flugzeug aus einem Nicht-EU-Land mit einer Passkontrolle zu rechnen habe, sei ja nun nicht ungewöhnlich.

Verbleib der Beute noch ungeklärt

Was mit der Beute aus dem Diebstahl im April passiert ist, ließ sich am Dienstag nicht in Erfahrung bringen. Den Juwelier aus Arnsberg dürfte die Nachricht über die Verhaftung dennoch freuen. Immerhin sind das Geschäft und seine Mitarbeiter bereits leidgeprüft. Nach Berichten der Westfalenpost musste das Schmuckgeschäft in den vergangenen zehn Jahren zehn Einbrüche, Raubüberfälle und versuchte Einbrüche über sich ergehen lassen.

Trotz der „nur“ regionalen Bedeutung des Dortmunder Airports nehmen die Einsatzkräfte der Bundespolizei dort immer wieder Personen fest, welche mit Haftbefehlen gesucht werden. Oftmals können die Gesuchten gegen Zahlung einer Geldstrafe der drohenden Haftstrafe entgehen. Regelmäßig – wie auch im aktuellen Fall – haben gesuchte Personen diese Wahl jedoch nicht und müssen in Haft.

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