Jetzt doch: DEW zieht zum 1. Oktober den Gaspreis an

DORTMUND Die nächste Gaspreisrunde ist eingeläutet: Zum 1. Oktober erhöht DEW21 zum zweiten Mal in diesem Jahr die Preise.

von Von Bettina Kiwitt

, 15.07.2008, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jetzt doch: DEW zieht zum 1. Oktober den Gaspreis an

Noch Anfang Juni hatte DEW-Chef Helmut Engelhardt erklärt, dass der heimische Versorger außer der bereits beschlossenen Erhöhung zum 1. Juli um knapp 10 Prozent in diesem Jahr wohl nicht mehr an der Preisschraube drehen wolle. Nur ein paar Tage später ruderte DEW-Sprecher Albert Herzmann schon wieder zurück, als bekannt wurde, dass zum Herbst die Preise im Einkauf nochmals um 40% anziehen sollten.

Welche Größenordnung die Erhöhung zum Oktober haben wird, mochte Albert Herzmann auf Anfrage unserer Redaktion noch nicht sagen. Aber auf einen zweistelligen prozentualen Anstieg müssten sich die Kunden einstellen, allerdings wohl nicht auf die satten 27% Plus, die RWE Westfalen-Weser-Ems am Montag angekündigt hat.

"Stecken uns nicht die Taschen voll"

Herzmann rechnet vor, dass sich der Ölpreis seit 2004 bis heute verdoppelt habe. Da der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt sei, sei DEW21 gezwungen, mitzuziehen. „Wir stecken uns nicht die Taschen voll“, betont der DEW-Sprecher, es seien die Gasproduzenten in Norwegen und Russland, „die sich eine goldene Nase verdienen“.

Darüber hinaus werde es Zeit, dass sich die Politik Gedanken darüber mache, wie insbesondere die unteren Einkommensgruppen von den Energiepreis-Steigerungen entlastet werden könnten. Herzmann: „Ohne eine neue Umverteilung geht es nicht.“

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