Alle wollen zu schützenden Spritze: Vor dem Impfzentrum Phoenix-West warten mit Menschen mit Termin - aber auch solche, die noch gar nicht an der Reihe sind, hoffen hier auf übrig gebliebene Dosen. © Kevin Kindel (Archivbild)
Coronavirus-Schutzimpfung

Ist das Impfzentrum Dortmund voll ausgelastet oder gibt es freie Kapazitäten?

Die Zahl der wöchentlich gelieferten Impfstoffdosen soll im Mai weiter steigen. Wie wirkt sich das auf die Auslastung des Impfzentrums in Dortmund aus? Hat man dort überhaupt noch freie Kapazitäten?

Die Impfquote in Dortmund hat sich zuletzt innerhalb von drei Wochen auf über 25 Prozent verdoppelt. Das Impftempo nimmt mit den steigenden Liefermengen der Impfstoffe deutlich zu. Einen Anteil haben auch die niedergelassenen Ärzte, die seit Ostern impfen dürfen.

Wie viele Impfungen schafft das Impfzentrum?

Der größte Teil der Impfungen erfolgt aber weiterhin im Dortmunder Impfzentrum auf Phoenix-West. 105.669 Menschen haben dort seit Anfang Februar die erste Impfung erhalten, 23.384 die Folgeimpfung (Stand 4. Mai).

Im Mai sollen die Liefermengen der Impfstoffe weiter steigen. Was bedeutet das für die Auslastung des Dortmunder Impfzentrums? Arbeitet man dort schon unter Volllast oder gibt es noch freie Kapazitäten für die angekündigten steigenden Impfstoffmengen?

Wie viele Menschen ein Impfzentrum monatlich impfen können muss, hat das Land NRW genau vorgegeben. Zum Start der Impfzentren wurden 7000 Impfungen pro Monat je 70.000 Einwohner festgelegt, Anfang März wurde diese Kapazität auf 8000 erhöht, so Anke Widow, Pressesprecherin der Stadt Dortmund.

Aktuell 2500 Impfungen pro Tag

Für Dortmund gehe das Land von 588.250 Einwohnern aus, das entspricht für das Impfzentrum Dortmund etwa 67.000 Impfungen pro Monat. „Das Impfzentrum Phoenix-West schafft diese definierte Volllast problemlos und ist in der Lage, diese perspektivisch zu erhöhen, sofern ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht“, sagt Widow. Aktuell führe man pro Tag 2500 Impfungen durch.

Die Zahl der täglichen Impfungen richte sich nach dem zur Verfügung stehenden Impfstoff. Unterschiede zwischen Werktagen, Wochenenden oder Feiertagen gebe es nicht.

Das bestätigen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe für den Zeitraum vom 21. bis zum 28. April (Mittwoch bis Mittwoch). Die Zahl der täglich durchgeführten Impfungen schwankte zwischen 2162 (Mittwoch, 21.4.) und 2552 (Samstag, 24.4.)

Flexibel auf gelieferte Impfstoffmengen reagieren

Grundsätzlich könne man sich „je nach verfügbarer Impfstoffmenge flexibel aufstellen“, so Widow. Konkrete Erweiterungen plane man nicht – die bisher vom Land für die nächsten Wochen angekündigten Impfstoffmengen böten dazu keinen Anlass.

Darüber hinaus verweist die Stadt auf die Basisidee, die den Impfzentren anfangs zugrunde lag: Einen eher komplizierten Impfstoff – der Biontech-Impfstoff kann in normalen Kühlschränken nicht sehr lange gelagert werden -, der nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht, an eine priorisierte Gruppe zu verimpfen.

„Dies wurde mit der Botschaft verknüpft, dass so bald wie möglich niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte in das Impfgeschehen eingebunden werden sollen“, so Widow.

Mit dem Impfstart in den Arztpraxen ist dieser Plan zum Teil schon umgesetzt. In den großen Unternehmen laufen zumindest die entsprechenden Vorbereitungen.

Über die Autorin
Redakteurin
1983 im Münsterland geboren, seit 2010 im Ruhrpott zuhause und für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Ich liebe es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und vor allem: zuzuhören.
Zur Autorenseite
Jessica Will

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.