Intendantin Julia Wissert: „Wir haben kaum direktes Feedback vom Publikum“

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Dortmunds Schauspielintendantin Julia Wissert reagiert im Interview auf Kritik und beleuchtet aus ihrer Perspektive den Zuschauerschwund in ihrem Haus.
Dortmunds Schauspielintendantin Julia Wissert reagiert im Interview auf Kritik und beleuchtet aus ihrer Perspektive den Zuschauerschwund in ihrem Haus. © China Hopson
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Aber die Besucherzahlen sind doch schlecht bei einer bisherigen Auslastungsquote von 27,6 Prozent in der laufenden Spielzeit.

Es gibt unter den Theaterfreunden auch Kritik an den handwerklichen Fähigkeiten und der Qualität des Schauspiels. Was entgegnen Sie dazu?

Sie meinen, unter der Distanz durch Corona hat auch der Kontakt zum Publikum gelitten?

Wenn Sie auf die Kritik eingehen und den Spielplan entsprechend ändern, können Sie dann ihren eigenen Kurs, ihr Profil beibehalten mit den Zielsetzungen, mit denen Sie angetreten sind?

Reichen die finanziellen Möglichkeiten, wenn man alles anbieten will?

Aber sind nicht manche Angebote wie „Dortmund goes Black“ oder das Queer-Festival zu eng auf eine Community zugeschnitten?

Ein Gastspiel in albanischer Sprache und mit deutschen Untertiteln.

Was empfehlen Sie eher klassisch orientierten Theater-Abonnenten, die aber auch aufgeschlossen für Neues sind, sich in der neuen Spielzeit zuerst anzusehen?

Ein gutes Angebot.