Innenstadt-Ost: „Die großen Dinge sind alle angeleiert“

dzAbschied als Bezirksbürgermeister

Der 31. Oktober ist der Tag des Abschiednehmens. Es ist der letzte Amtstag für Bezirksbürgermeister Udo Dammer. Er zieht dazu Bilanz zur Entwicklung der Innenstadt-Ost.

Dortmund

, 01.11.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er gehört nicht unbedingt zu den „Lautsprechern“ in der Politik. Still und leise fällt deshalb auch der Abschied von Udo Dammer aus: Nach 21 Jahren in der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost und 16 Jahren als Bezirksbürgermeister geht der 64-Jährige an diesem Wochenende in den politischen Ruhestand.

Am 31. Oktober endet Dammers Amtszeit als Bezirksbürgermeister. Zur Kommunalwahl im September ist der SPD-Politiker nicht wieder angetreten. „Es ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, das Amt an Jüngere zu übergeben“, hat Udo Dammer schon vor geraumer Zeit entschieden. Es sei Zeit für einen Generationswechsel.

Stadtbezirk ist gewachsen

Immerhin kann er zufrieden zurückblicken. Der Stadtbezirk Innenstadt-Ost ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. „Als ich in der Politik anfing, hatten wir vor allem Probleme mit Leerständen in den Geschäftsstraßen“, erinnert sich Udo Dammer. Gemeinsam mit den Werbegemeinschaften etwa in Körne, an der Kaiserstraße und Saarlandstraße wurde das Problem gelöst. „Und nebenbei haben wir auch noch viele Bürgersteige saniert.“

Gerade solche Dingen liegen vielen Bürgern am Herzen, weiß Udo Dammer. Die Einwohnersprechstunden vor den Sitzungen der Bezirksvertretungen haben für ihn deshalb immer eine große Rolle gespielt. Oft gab es auch Treffen der Bezirksvertreter mit Anwohnern vor Ort. „Es ist wichtig, sich auch um vermeintliche Kleinigkeiten zu kümmern“, stellt Udo Dammer fest.

Und die Atmosphäre in der Bezirksvertretung sei dazu auch über die Fraktionsgrenzen hinweg stets konstruktiv gewesen. „Da habe ich immer viel Wert drauf gelegt“, sagt Dammer.

Mit Ruhe und Gelassenheit

Der scheidende Bezirksbürgermeister strahlt dabei immer Ruhe und Gelassenheit aus. Und die ist auch nötig, wie er nach 16 Jahren im Amt feststellt. Denn viele Dinge brauchen sehr viel Zeit - angefangen vom Hellweg-Umbau über neue Parklizenzierungs-Gebiete bis zur Entwicklung neuer Wohngebiete etwa auf dem alten DSW-Betriebshof.

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Der Gartenstadt-Radweg oder der Radschnellweg Ruhr sind zwei weitere Dauerbrenner, die nur langsam vorankommen. Mit der geplanten Umwidmung der Arndstraße zur Fahrradstraße ist ein weiteres Verkehrswende-Projekt zumindest angekündigt. Die Ansätze sind durchaus richtig, findet Dammer. „Wenn ich erreichen will, dass die Leute mehr Rad fahren, muss ich auch sichere Wege anbieten“, sagt er.

Große Wohnprojekte

Aber es gibt und gab auch viele Fortschritte in der Innenstadt-Ost. Das neue Wohngebiet auf dem früheren Ostbahnhof, dessen Planung ebenfalls viel Zeit gebraucht hat, war innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Das Kaiserstraßen-Viertel gilt inzwischen als In-Viertel. Gastronomie hat oft alt eingesessene Fachgeschäfte abgelöst, hat Dammer beobachtet.

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Weitere große Wohnprojekte gibt es mit dem alten Südbahnhof, auf dem DSW-Areal und an der Sckellstraße. Und es entstehen sogar neue Grundschulen, nachdem lange Zeit von Schließungen die Rede war. „Die großen Dinge sind alle angeleiert“, stellt Dammer zufrieden fest. „Aber wir haben der neuen Bezirksvertretung auch noch Einiges an Arbeit übrig gelassen.“

Udo Dammer wird die weitere Entwicklung dann aus der Distanz verfolgen. „Meine Zeit ist politisch vorbei“, sagt er. Und er freut sich auch auf den bevorstehenden beruflichen Ruhestand. Ganz die Hände in den Schoß legen wird er aber trotzdem nicht. Bei der Arbeiterwohlfahrt wird er etwa als Vorsitzender des Ortsvereins Gartenstadt/Kaiserhain weiter aktiv bleiben - wie immer mit Ruhe und Gelassenheit.

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