In vier Jahren braucht Dortmund mehr Platz an Gymnasien und Gesamtschulen

dzSchuljahr 2023/2024

Zehn Klassenzüge mehr an Gymnasien und sechs an Gesamtschulen braucht die Stadt Dortmund wohl bis zum Schuljahr 2023/2024. Zwei Lösungen sind im Gespräch.

Dortmund

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

An Gymnasien und Gesamtschulen und Dortmund müssen bis zum Schuljahr 2023/2024 neue Kapazitäten geschaffen werden. Das geht aus einem Bericht zur Schulentwicklung hervor. Die Prognose leitet sich aus aktuellen Geburtenzahlen ab und deutet auf einen Mehrbedarf in Höhe von rund drei neuen Schulen hin.

„Bis zum Schuljahr 2023 wird der Bedarf an Schulplätzen im Bereich der Sekundarstufe I voraussichtlich um 18 Prozent steigen. Handlungsbedarf zeichnet sich insbesondere bei den Gesamtschulen und den Gymnasien ab“, erläutert Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Zwei Gymnasien und eine Gesamtschule

Die Prognose für die Gymnasien bis zum Schuljahr 2023/2024 zeigen laut Stadt einen Bedarf von voraussichtlich zehn Schulzügen. Das entspricht einer Größenordnung von zwei fünfzügigen Gymnasien. An den Gesamtschulen fehlen laut Prognose bis zum Schuljahr 2023/2024 rund sechs Schulzüge, also nach dem obigen Vergleich etwas mehr als eine Schule.

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Der Bedarf an Gymnasien und Gesamtschulen könnte durch die Erhöhung der Zügigkeit an geeigneten Schulstandorten, ggf. auch mit entsprechenden Anbauten, oder durch den Bau neuer Schulen bzw. eine Kombination von beidem gedeckt werden. Ein möglicher Kandidat ist die Reinoldi-Sekundarschule. Sie könnte zu einer Gesamtschule erweitert werden.

Rückkehr zu G9 ist ein Grund

Einer der Gründe für den zusätzlichen Raumbedarf sei auch die Rückkehr zu G9, so Daniela Schneckenburger. „Auf diese Lage reagieren wird mit kurzfristigen Übergangsmaßnahmen wie mobilen Raumeinheiten und der Einleitung der Verfahren, die dauerhafte Investitionen in die Erweiterung von Schulraum ermöglichen.“

Als Folge der Umstellung wird im Schuljahr 2023/2024 die Sekundarstufe II an Gymnasien erstmals nur aus zwei Klassenzügen bestehen (Q1 und Q2). Entsprechend wird es im Jahr 2025 an Dortmunder Gymnasien wohl keinen Abiturjahrgang geben.

Realschulen und Hauptschulen weniger gefragt

Anders als an Gymnasien und Gesamtschulen sieht es bei Realschulen und Hauptschulen aus. Die Prognose für das Schuljahr 2023/2024 zeigt hier konstante oder sogar rückläufige Schülerzahlen.

An den Realschulen werden die vorhandenen Züge wohl auch in Zukunft ausreichend sein. Die Stadt sieht hier also keinen weiteren Handlungsbedarf.

Bei den Hauptschulen verringert sich laut Prognose sogar der Bedarf an Klassenzügen. Allerdings könnte es hier durch die Schüler, die durch Nichtversetzung von der Realschule zur Hauptschule wechseln in der siebten Jahrgangsstufe zu Engpässen kommen.

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