In Kirchhörde drohen Teile eines Wanderweges abzurutschen - sagt die Stadt Dortmund

dzGesperrter Wanderweg

An der Goerdelerstraße, kurz hinter dem Spielplatz, steht jetzt ein neuer Zaun. Der macht einen Teil eines Wanderweges in Richtung Kobendelle dicht. Und das gefällt nicht jedem.

Hombruch

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Es geht um knapp 160 Meter Weg. Ein Spazierweg, der entlang des Hörder Baches in Richtung Süden führt. Von der Goerdelerstraße in Richtung Kobbendelle. Hier ist sozusagen betreten verboten. Und auch aus Richtung Norden nicht möglich. Denn die Stadt Dortmund hat hier einen Zaun gezogen.

Standen hier zunächst noch Absperrbaken, die dann am Ende ihren Zweck nicht erfüllten, gibt es jetzt vollendete Tatsachen in Form eines grünen Drahtzaunes. Der Grund ist der Weg, besser gesagt das, was mit ihm passieren könnte. Er droht, so die Aussage der Stadt, abzurutschen. Die Böschung hinunter in Richtung Kirchhörder Bach. Dazu sei dann noch Regen gekommen, was die Gefahr eines Abrutschens noch erhöht habe. Aufgrund dessen wurde das Teilstück des beliebten Wanderweges erst einmal gesperrt, das teilte die Leiterin des Tiefbauamtes, Sylvia Uehlendahl, einer Presseerklärung Anfang April mit. Eine Baugrunduntersuchung wurde nach Angaben der Stadt Dortmund daher umgehend eingeleitet.

Es gibt noch keinen Termin für die Sanierung

Ein Ausführungstermin für die Sanierung stand Anfang April jedoch nicht fest. Und das scheint auch so zu bleiben, denn statt Bagger und Arbeitern kam ein Zaun. Die Spaziergänger, die den Weg jetzt aus Richtung Kobbendelle nutzen, werden über eine Treppenanlage in eine Wohnsiedlung an der Goerdelerstraße geführt. Radfahrer müssen ihr Gefährt hier hochwuchten, Fußgänger mit Kinderwagen dürften den Rückweg antreten. Denn ohne fremde Hilfe geht es die Treppen hier nicht hoch. Auch ältere Leute werden kaum eine Freude daran haben, sich die steilen Treppen hochzuquälen, die nicht den sichersten Eindruck machen.

In Kirchhörde drohen Teile eines Wanderweges abzurutschen - sagt die Stadt Dortmund

Aus Richtung Kobbendelle endet der Waldweg an einer steilen Treppe, die in Richtung Goerdelerstraße führt. © Jörg Bauerfeld

Auch deshalb gab es zuletzt immer wieder Nachfragen aus der Bevölkerung, wann es denn mit der Sanierung des Weges weitergehe. Eine Nachfrage bei der Stadt Dortmund ergab, dass die Informationen, dass man nicht sagen könne, wann der Weg saniert werde, immer noch aktuell seien.

Auf den ersten Blick ist auf dem Weg kein Schaden erkennbar

Dabei ist es optisch, zumindest für einen Laien, nicht erkennbar, wo auf der Wegstrecke die Gefahr sein soll. Auf dem Weg entlang des Kirchhörder Baches sind weder Risse noch irgendwelche Abbruchkanten zu sehen. Sicherlich ist der Hang nicht sonderlich gesichert, an ein oder zwei Stellen ist in den letzten Jahren ein alter Holzzaun durch einen neuen Metallzaun ersetzt worden. Aber eine Gefährdung ist nicht ersichtlich.

Dass sich die Bürger scheinbar nicht mit der Situation anfreunden wollen, zeigt sich daran, dass ein Teil des Zaunes von Unbekannten schon des Öfteren entfernt wurde, so die Aussage eines Anwohners. Es sei schon ärgerlich, dass man hier, wie an so vielen Straßen und Wegen in Dortmund die brutale „Dortmunder Lösung“ wählen würde und den Weg einfach komplett sperren würde.

Dabei hat die Wegeverbindung entlang des Kirchhörder Baches durchaus seine Geschichte. So gab es auf Anregung von Anwohner Willi Garth, eine Brücke über den Kirchhörder Bach um so einen Rundweg hinzubekommen. Später wurde hier noch der Radweg „Rund um Hombruch“ ausgewiesen.

Jetzt ist zumindest der Weg in Teilen nicht mehr nutzbar. Er endet an einem grünen Metallzaun kurz vor dem Spielplatz an der Goerdelerstraße.

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