Hohe Müllberge waren am Mittwoch (21.7.) am Schelerweg in Scharnhorst zu sehen. Wann genau sie beseitigt werden, ist noch unklar. © Oliver Schaper
Hochwasser

In Dortmunds Hochwassergebieten türmt sich der Sperrmüll

Das Wasser ist weg, was bleibt, ist jede Menge Müll: Insbesondere in Scharnhorst nehmen die Sperrmüll-Massen kein Ende. Die EDG muss nachrüsten.

Eine Stehlampe, Müllsäcke, ein Kinderwagen, Teppiche. Vieles von dem Hab und Gut, das die Scharnhorster durch das Unwetter in der vergangenen Woche verloren haben, stapelt sich am Straßenrand. Ganze Berge von Sperrmüll haben sich etwa am Schelerweg in Scharnhorst aufgetürmt. Eine Ecke weiter, in der Straße Buschei, das gleiche Bild.

Und auch an zahlreichen Hauseingängen sammelt sich der Sperrmüll – quasi überall dort, wo der starke Regen Keller und Erdgeschosse hat volllaufen lassen. Und: Der Müll wird nicht entfernt, berichten Anwohner. Erste Beschwerden erreichten diese Redaktion schon bei Facebook.

Dabei hielten sich die Sperrmüll-Mengen an den Tagen direkt nach dem Unwetter in der vergangenen Woche noch in Grenzen. „Bis Samstag, 17. Juli, lagen kaum zusätzliche Sperrmüllaufträge aus Hochwasserschäden vor“, berichtet Petra Hartmann, Sprecherin der EDG.

Wie man bei der EDG aber erwartet habe, nutzten offenbar viele Dortmunder das Wochenende, um sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen und all die zerstörten Möbel und Gegenstände aus dem Haus zu schaffen.

Dortmunds Sperrmüll-Teams sind zu 100 Prozent ausgelastet. Am Samstag (24.7.) will man dem Hochwasser-Müll aber in einer Aktion außer der Reihe zu Leibe rücken. Ob dabei auch der Müll in Scharnhorst abtransportiert wird, ist unsicher.
Dortmunds Sperrmüll-Teams sind zu 100 Prozent ausgelastet. Am Samstag (24.7.) will man dem Hochwasser-Müll aber in einer Aktion außer der Reihe zu Leibe rücken. Ob dabei auch der Müll in Scharnhorst abtransportiert wird, ist unsicher. © Oliver Schaper © Oliver Schaper

Verstärkung durch zusätzliche Sperrmüll-Teams

„Seit Montag (19.7.) ist ein deutlich erhöhtes Auftragsaufkommen zu verzeichnen. Täglich werden circa 90 zusätzliche Sperrmüllaufträge, die aufgrund der Hochwasserereignisse verursacht worden sind, gemeldet“, so Hartmann.

Deswegen hat die EDG nun Verstärkung in den eigenen Reihen organisiert. Seit Montag sind zwei zusätzliche Sperrmüll-Teams im Einsatz, die sich um den Abtransport aus den Gebieten kümmern, die vom Hochwasser betroffen sind. Sie würden die Aufträge zeitnah abarbeiten, erklärt Hartmann, das Team sei aber zu 100 Prozent ausgelastet.

Sonder-Einsätze gehen weiter

Zusätzlich sollen am Samstag (24.7.), sechs Sonder-Sperrmüllteams ausrücken, die sich bis zu zehn Stunden dem Abtransport widmen. Jedes Team soll mit einem Fahrer und zwei Ladern besetzt werden, im Zweifelsfall sollen auch Kranfahrzeuge mit Muldenaufbau zum Einsatz kommen.

Die Straße Buschei in Scharnhorst war nur eine von vielen in Dortmund, in denen sich der Sperrmüll stapelte. Die EDG fuhr daraufhin Sonder-Einsätze.
Die Straße Buschei in Scharnhorst war nur eine von vielen in Dortmund, in denen sich der Sperrmüll stapelte. Die EDG fuhr daraufhin Sonder-Einsätze. © Oliver Schaper (Archiv) © Oliver Schaper (Archiv)

Und ab Montag (26.7.) ist der Einsatz mindestens eines Sonderteams geplant. Dabei ist Scharnhorst nicht der einzige Schwerpunkt dieser Teams, auch aus Wickede, Brackeln, Asseln sowie Schönau, Barop und Kirchhörde bekommt die EDG jede Menge Aufträge. Und, so Hartmann: „Mittlerweile liegen fast aus jedem Stadtteil Meldungen über hochwasserbedingte Sperrmüllabfuhren vor.

Wann die Müll-Berge am Schelerweg und in der Straße Buschei beseitigt werden, über die bei unserer Redaktion schon Beschwerden eingingen, kann EDG-Sprecherin Petra Hartmann nicht beantworten. „Die Beseitigung erfolgt zeitnah“, versichert sie. Die Beseitigung sei jedoch von der tagesaktuellen Auslastung abhängig. Genauere Angaben könne sie daher nicht machen.

Ihre Autoren
Redakteurin
In Lippstadt aufgewachsen, zum Studieren nach Hessen ausgeflogen, seit 2018 zurück in der (erweiterten) Heimat bei den Ruhr Nachrichten.
Zur Autorenseite
Marie Ahlers

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.