Dortmunder sollen zwei Wochen lang Ratten bekämpfen

Ordnungsamt

In Dortmund wird für zwei Wochen im Februar kollektiv Jagd auf Ratten gemacht. Die Bevölkerung soll dabei helfen, die kleinen Nager besser in Schach zu halten.

Dortmund

, 03.02.2021, 10:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ratten halten sich gerne in der Nähe des Menschen auf, nun soll ihnen aber an den Kragen gegangen werden.

Ratten halten sich gerne in der Nähe des Menschen auf, nun soll ihnen aber an den Kragen gegangen werden. © picture alliance / Bernd von Jut

Wie in jedem Jahr ruft die Stadt Dortmund die Dortmunder dazu auf, sich zwei Wochen lang, vom 15. bis zum 28. Februar, vermehrt Ratten zu bekämpfen.

Auch das Infektionsschutzgesetz sieht die Bekämpfung von Ratten vor

Maximilan Löchter, ein Pressesprecher der Stadt Dortmund, teilt in einem Schreiben mit, dass Ratten "erhebliche wirtschaftliche Schäden anrichten und als Krankheitsüberträger in Betracht kommen", weswegen "der Befall in erträglichen Grenzen gehalten werden muss“.

Damit die ungeliebten Nager effektiv in Schach gehalten werden können, bedarf es einer koordinierten Aktion, so Löchter. Deshalb sind alle Dortmunder, die Ratten auf ihrem Grundstück vermuten, dazu angehalten, sich im angegebenen Zeitraum an der Bekämpfung zu beteiligen.

Bei besonders starkem Befall sei ein Vorgehen gegen Ratten sogar im Infektionsschutzgesetz ausdrücklich vorgesehen. Denn Ratten können sich nicht nur mit großer Geschwindigkeit vermehren, sie sind auch bekannte Überträger von Krankheitserregern. Deswegen, so Löchter, sei „auch schon im Rahmen des präventiven Gesundheitsschutzes und der dem Eigentümer obliegenden Verkehrssicherungspflicht eine Bekämpfung unumgänglich."

Aber auch auf städtischen Grundstücken soll den kleinen Nagern an den Kragen gegangen werden. Sollten die Dortmunder dort Ratten feststellen, können sie die entsprechenden Behörden verständigen: "Die einzelnen Ansprechpartner in den Dienststellen können unter den Rufnummern 0231/50-0, 0231/50-28888 oder 0231/50-22968 erfragt werden."

Vorsichtiger Umgang mit Giftködern

Dabei darf der Eigentümer frei entscheiden, ob er lieber eine externe Firma engagiert oder sich selbst mit beispielsweise Gift oder Fallen um die Beseitigung der Nager gekümmert. Wer sich für eine Bekämpfung mit Gift entscheidet, ist aber von städtischer Seite aus dazu angehalten, Schilder mit entsprechenden Warnhinweisen aufzustellen.

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Desweiteren teilt die Stadt mit: „In Wohngebieten mit einem hohem Ausländeranteil an der Bevölkerung empfiehlt es sich, diese Hinweisschilder zusätzlich mit einer Warnung in mehrsprachiger Form zu versehen." Schilder mit Warnhinweisen in unterschiedlichen Sprachen sind beim Ordnungsamt kostenlos erhältlich.

Zudem solle Gift nicht auf Spielplätzen ausgelegt werden, da viele Kinder entsprechende Warnhinweise vielleicht nicht lesen könnten. Auch Hunde- und Katzenhalter sollten ihren Vierbeiner zuliebe in dem entsprechenden Zeitraum vermehrt auf ausgelegtes Rattengift achten.

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