Eine Corona-Impfung in Dortmund. Der größte Teil der Dortmunderinnen und Dortmunder hat die Spritze bisher im Impfzentrum auf Phoenix-West erhalten. © Schaper
Coronavirus

Impfquote in Dortmund: In kleinen Schritten über eine wichtige Schwelle

Die Quote der Menschen, die mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, wächst seit Wochen. Jetzt hat Dortmund eine psychologisch wichtige Schwelle überschritten.

Die Impfquote ist eine wichtiger Wert in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dortmund hat jetzt ein Wert überschritten, der zumindest Anlass für eine positive Zwischenbilanz ist. Auch wenn das Ziel einer Herdenimmunität bei rund 80 Prozent vollständig Geimpften noch lange nicht erreicht ist.

Am 17. Juni (Donnerstag) stieg die Impfquote erstmals auf über 50 Prozent (50,11). Damit hat jeder zweite Dortmunder auf die Gesamtbevölkerung der Stadt gerechnet mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht 295.022 Personen.

151.996 (Stand 17.6.) davon haben ihre Dosis im Impfzentrum Phoenix-West erhalten. 117.671 Personen bekamen den Piks in einer Arztpraxis, weitere 25.355 durch Mitglieder von mobilen Impfteams.

So hoch ist die Zahl der vollständig Geimpften

Insgesamt 165.711 Dortmunderinnen und Dortmunder haben bereits den vollständigen Impfschutz. Das sind 28,23 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt.

Die tatsächliche Zahl der Geimpften in Dortmund liegt aller Wahrscheinlichkeit nach noch höher. Denn die Impfungen bei Betriebsärzten und Privatärzten werden in der Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe nicht erfasst. Die Impfungen in Betrieben sind seit dem 7. Juni möglich.

Kinder werden bislang nur eingeschränkt in einem Alter ab 12 Jahren geimpft.

So hat sich die Quote seit Dezember 2020 entwickelt

Die Zahl der Menschen mit Corona-Schutz wird in Dortmund seit dem 27. Dezember 2020 verzeichnet. Die Quote war anfangs extrem niedrig, weil erst Senioreneinrichtungen und bestimmte Altersgruppen an der Reihe waren. Seit Anfang April (9 Prozent) ist die Zahl der Impfungen im Schnitt um circa 3 bis 4 Prozent pro Monat gewachsen.

Zuletzt ist die Kurve allerdings durch Probleme beim Impfstoff-Nachschub wieder wieder abgeflacht. So dauerte es allein vier Tage für den Sprung von 49,36 auf über 50 Prozent.

Dortmund und die Kritik an der Impfquote

Dortmund gehört im Vergleich der Städte im Gebiet der KVWL – darunter etwa Münster, Duisburg oder Gelsenkirchen – zu den „langsamsten“ Städten in der Impfkampagne.

Anfang Mai hatte das Oberbürgermeister Thomas Westphal in einer Pressekonferenz zu der Aussage veranlasst: „Schmeißen sie sie Impfquote weg. Sie sagt nichts.“

Westphal und Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner begründeten diese Haltung mit der Abhängigkeit der Städte von Bundes- und Landesentscheidungen sowie mit der Tatsache, dass die Menge des gelieferten Impfstoffs nicht proportional zur Bevölkerungszahl sei.

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Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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