Die Querdenker demonstrieren jetzt in Autokorsos – wie dieses Bild aus Dresden vom 20. Februar zeigt. Die Dortmunder Gruppe „Querdenken 231“ hat eine ähnliche Autokorso-Demo für Dienstagabend (23.2.) angekündigt. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild (Symbolbild)
„Querdenken 231“

Impfgegner wollen mit Autokorso durch Dortmund fahren

Mit einem Autokorso will die Impfgegner-Gruppe „Querdenken 231“ am Dienstagabend in Dortmund demonstrieren. Es hat sich bereits Gegenprotest angekündigt. Mit Verkehrsproblemen ist zu rechnen.

Schon länger hat man von den Impfgegnern und Corona-Verschwörungsideologen von „Querdenken 231“ in Dortmund nichts mehr mitbekommen. Die letzte große Demonstration der Gruppe fand im Oktober 2020 statt.

Hier berichten wir live:

Am Dienstag (23.2.) soll es jetzt wieder eine größere Demo geben. In einem Autokorso wollen die Querdenker durch Dortmund ziehen – unter dem Motto „Ich lasse mich nicht impfen – Gegen die Zweiklassen-Gesellschaft“.

250 Fahrzeuge angemeldet

Laut eines Flyers, der auf Social-Media-Plattformen und in den Telegram-Gruppen der Verschwörungsideologen geteilt wird, wollen sich die Demonstranten um 18 Uhr am Westfalenpark treffen. Der eigentliche „1. Dortmunder Autokorso“, wie „Querdenken 231“ die Demo selbst betitelt, soll dann um 19 Uhr losfahren.

Der Autokorso ist auch bei der Dortmunder Polizei angemeldet worden, wie der Polizeisprecher Peter Bandermann unserer Redaktion bestätigt. 250 Autos wurden bei der Polizei von dem Veranstalter angekündigt. Treffen wollen sie sich am Parkplatz E2 am Remydamm.

„Es kann ab 19 Uhr in Teilen der Innenstadt zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen“, sagt Bandermann. Die Polizei bemühe sich aber, diese gering zu halten. Die Demonstration soll um 22 Uhr beendet werden.

Die genaue Route des Autokorsos kann die Polizei übrigens nicht mitteilen: Es könnte sein, dass sie sich noch spontan ändere. Außerdem können so Störungen vermieden werden.

Gegenprotest mit Fahrrädern

Es hat sich nämlich bereits Gegenprotest angekündigt. Auf den Social-Media-Kanälen verschiedener Dortmunder Antifa-Gruppen wird zu „Querdenker ausbremsen“ aufgerufen. Mit Fahrrädern soll den Verschwörungsideologen das Leben schwer gemacht werden – der Gegenprotest will sich ebenfalls um 18 Uhr auf dem Parkplatz D1 treffen.

Ähnliche Aktionen hat es in den vergangen Tagen schon in anderen Städten gegeben: Unter anderem in Hamburg, Freiburg, Dresden und Berlin störten Gegendemonstranten die Autokorsos von Querdenken, teilweise kam es zu Ausschreitungen.

Der nächste Autokorso für Dortmund ist bereits geplant. Am 2. März will „Querdenken 231“ wieder vom Westfalenpark aus durch die Stadt fahren.

Übrigens hat es in den vergangenen Wochen und Monaten immer mal wieder Anmeldungen für Querdenker-nahe Demonstrationen und Kundgebungen in Dortmund gegeben. Laut Polizei seien die aber meist kurzfristig von den Veranstaltern abgesagt worden, weil niemand erschienen war.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
1990 im Emsland geboren und dort aufgewachsen. Zum Studium nach Dortmund gezogen. Seit 2019 bei den Ruhr Nachrichten. Findet gerade in Zeiten von Fake News intensiv recherchierten Journalismus wichtig. Schreibt am liebsten über Soziales, Politik, Musik, Menschen und ihre Geschichten.
Zur Autorenseite
Avatar

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.