Impfgegner-Demo am Dienstag in Dortmund - am Vortag gab es ein Verbot

Autokorso

Nachdem Waffen bei einem Teilnehmer einer Impfgegner-Demo in Dortmund gefunden wurden, bereitet sich die Polizei auf einen neuen Autokorso vor. Der Montag lief für die „Querdenker“ nicht wie geplant.

Dortmund

, 02.03.2021, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Polizisten waren in der vergangenen Woche im Einsatz, um den Autokorso von Impfgegnern der sogenannten „Querdenken“-Bewegung zu ermöglichen.

Viele Polizisten waren in der vergangenen Woche im Einsatz, um den Autokorso von Impfgegnern der sogenannten „Querdenken“-Bewegung zu ermöglichen. © dpa

Impfgegner der „Querdenker“-Bewegung wollen am Dienstag (2.3.) zum zweiten Mal einen Autokorso als Demonstration durch Dortmund führen. Beim ersten Versuch in der vergangenen Woche ging stundenlang gar nichts, weil Radfahrer den Autos den Weg versperrten, um zu zeigen, dass die Impfgegner in Dortmund nicht willkommen seien.

Als die rund 70 Autos dann doch fahren konnten, sind auf dem Weg Auto- und Radfahrer aneinander geraten. Bei einem Impfgegner sind ein Baseballschläger, eine Machete und Pfefferspray gefunden worden. Solche gefährlichen Gegenstände sind bei Demonstrationen verboten.

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Ab 19 Uhr soll der Korso nun erneut durch die Dortmunder Innenstadt führen. Treffpunkt der Impfgegner ist ein Parkplatz an den Westfalenhallen. Die genaue Route möchte die Polizei nicht kommentieren, um Störungen und Blockaden zu verhindern. Jedenfalls sollen keine schmalen Straßen durch die Demo blockiert werden, in denen es dann im Notfall Probleme für Feuerwehr und Rettungsdienst geben könnte.

Am Montag sind 10 Autos zur Kundgebung gekommen

Am Montag (1.3.) hatte es ein kurzfristiges Verbot einer identischen Versammlung gegeben. Die Impfgegner hatten für diesen Abend erst am Wochenende einen zusätzlichen Autokorso angemeldet. Dies „ermöglichte der Polizei allerdings zu wenig zeitlichen Vorlauf“, teilte die Behörde am Morgen danach mit.

Die Versammlung am Montagabend (1.3.) war schnell vorbei, nachdem neben dem Veranstalter nur neun weitere Teilnehmer erschienen waren.

Die Versammlung am Montagabend (1.3.) war schnell vorbei, nachdem neben dem Veranstalter nur neun weitere Teilnehmer erschienen waren. © Robin Albers

Der Autokorso wurde verboten, eine Standkundgebung sei aber auf dem Westfalenhallen-Parkplatz erlaubt gewesen. „Am Abend erschienen neben dem Versammlungsleiter neun weitere Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen“, so die Polizei: „Der Versammlungsleiter sagte die Versammlung schließlich ab.“

Wir berichten am Dienstagabend live von der Demonstration. Alle Infos zu Straßensperrungen und dem Verlauf des Autokorsos mit erneut angekündigtem Gegenprotest finden Sie ab 18.30 Uhr unter RN.de/Dortmund.
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