Die Zahl der Corona-Tests nimmt in den vergangenen Wochen immer mehr zu. (Symbolbild) © dpa
Coronavirus

Immer mehr Corona-Tests: Kommt das Klinikum Dortmund noch hinterher?

Die Zahl der Menschen, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollen, steigt. Das spüren vor allem Labore. Wie sieht es derzeit beim Klinikum aus? Wie viele Tests fallen hier pro Tag an?

„Die rote Ampel haben wir schon überfahren.“ Mit diesem Hilfeschrei, bezogen auf die stark zunehmende Anzahl der Corona-Tests, rang der bundesweite Interessenverband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) vor wenigen Tagen um Aufmerksamkeit.

In einer Pressemitteilung vom Dienstag (10. November) berichten die ALM von einer erneuten bundesweiten Zunahme der Corona-Tests. Insgesamt wurden 1.446.305 SARS-CoV-2-PCR-Tests durchgeführt. Der Rückstau aus unbearbeiteten Proben lag am Montag (9. November) bei 59.918 PCR-Tests.

„Mehr geht zur Zeit nicht“, stellt ALM-Vorstand Evangelos Kotsopoulos fest und warnt vor dem immer noch extrem hohen Testaufkommen: „Am Rückstau und teils zu langen Befundlaufzeiten spüren wir die akute Überlastung der Labore. Es gelingt zudem aufgrund der zu vielen nicht notwendigen Testungen weiterhin nicht, kritische Reserven für die Wintermonate aufzubauen.“

Noch kein Rückstau im Klinikum Dortmund

Doch wie ist die Lage in Dortmund? Auch im Klinikum Dortmund gibt es etwa ein eigenes Labor, das Corona-Tests auswertet. Kommt es noch mit dem Testen hinterher?

„Aktuell haben wir keinen Rückstau und unser Labor kann die Tests im vorgesehenen Zeitrahmen bearbeiten“, berichtet Marc Raschke, Pressesprecher des Klinikums Dortmund.

Mit „vorgesehener Zeitrahmen“ meint Raschke die anvisierten 24 bis 36 Stunden pro Test. Klar gebe es mal Ausreißer, aber in der Regel müssen die Patienten oder Krankenhaus-Mitarbeiter nicht länger auf ein Ergebnis warten.

„Prognosen gebe ich in diesen Tagen sehr ungern“

Dadurch, dass das Klinikum ein eigenes Labor hat, seien die Wege kurz – sowohl logistisch als auch auf der Ebene der Kommunikation. Auch in Sachen Labor-Material gebe es derzeit keine Engpässe: „Bislang ist noch kein großer Mangel spürbar. Aber auch Prognosen gebe ich in diesen Tagen sehr ungern – das kann sich von Woche zu Woche ändern“, sagt Raschke.

Aktuell werden – je nach Zahl der Einsendungen und der Aufnahmen – um die 600 bis 1000 Tests pro Tag durchgeführt. „Die Zahl ist recht stabil geblieben“, sagt Raschke.

Im Klinikum wird jeder Patient bei Aufnahme getestet. Bei Notfällen, bei denen eine schnelle Behandlung notwendig ist, werden häufiger Schnelltests durchgeführt, damit zügig ein Ergebnis feststeht. In allen anderen Fällen werden die gewöhnlichen PCR-Tests angewendet.

Zusätzlich dazu bietet das Klinikum Tests für Selbstzahler an. Diese wurden in den vergangenen Wochen stets erweitert. Waren zunächst von Montag bis Freitag jeweils zwei Stunden täglich dafür eingeplant, wurden es kurze Zeit später vier Stunden. Ein Blick auf die Internetseite des Klinikums verrät, dass diese Möglichkeit häufig genutzt wird. Viele Termine in den kommenden Tagen sind reserviert oder angefragt.

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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