Im Zoo Dortmund ist flauschiger Nachwuchs unterwegs: Pinguine brüten Eier aus

Süße Tierbabys

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison haben die Humboldtpinguine im Dortmunder Zoo die Brut eingeleitet. Dabei sitzen die Pinguine früher als gedacht auf ihren Eiern.

Dortmund

18.02.2020, 18:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der freien Wildbahn sind die Bruthöhlen für die Humboldtpinguine ein Nachteil.

In der freien Wildbahn sind die Bruthöhlen für die Humboldtpinguine ein Nachteil. © Zoo Dortmund

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison brüten die Humboldtpinguine im Dortmunder Zoo. Sie haben es sich bereits auf ihren Eiern bequem gemacht, wie der Zoo berichtet. Dieses Mal früher als erwartet.

Da Pinguine eigentlich auf der Südhalbkugel leben, brüten diese im Winter. In ihren Köpfen wäre schließlich eigentlich gerade Sommer - ideale Aufzuchtbedingungen also. Doch solange es in unseren Breiten nicht allzu viel Minusgrade gibt, gelingt die Naturbrut hier auch im Winter.

Treue Pinguine

Fünf Pinguinpaare haben im Zoo Dortmund zur Zeit Eier. Weil es sich bei den Humboldtpinguinen um monogame Vögel handelt, die ihr ganzes Leben lang zusammen bleiben, bebrüten die beiden Elternvögel die Eier gemeinsam und versorgen diese auch später.

Schaut man im Pinguin-Gehege genau hin, dann ist auch gut zu erkennen, welche Pinguine ein Paar sind, denn sie haben meistens ähnliche Farbbänder um die Flügel. Das Paar Lucifer und Lilly erkennt man zum Beispiel am rosaroten und rosa Band - auch dieses Jahr haben die beiden ein Ei.

Nest zu nah am Wasser

Vor zwei Jahren haben die beiden sich gefunden. Im vergangenen Jahr hatten sie ihre erste gemeinsame Brut. Diese hatten sie jedoch verloren, sie hatten ihr Nest zu nah am Wasser gebaut. Dieses Jahr haben sie jedoch einen anderen Ort für ihr Nest gefunden.

Humboldtpinguine brüten in Bruthöhlen. Doch in der freien Wildbahn ist das für sie ein Nachteil, dort graben sie ihre Höhlen in den sogenannten Guano ein. Bei Guano handelt es sich um die alten Exkremente von Seevögeln, welche sich über die Jahre hinweg anhäufen.

Humboldtpinguin gilt als gefährdet

Dieser wird im jedoch von den Menschen in großem Stil abgebaut und als Naturdünger für unsere heimischen Gärten verwendet. Das macht es für die Pinguine schwieriger, Brutmöglichkeiten zu finden. Sowohl der Abbau des Guano als auch die Überfischung des Meeres haben dazu geführt, dass sich der Humboltpinguin mittlerweile auf der Roten Liste bedrohter Arten wiederfindet und als gefährdet gilt.

Aus diesem Grund beteiligt sich der Zoo Dortmund am europäischen Ex-situ Programm zur Erhaltung dieser Art und freut sich umso mehr über einen erfolgreichen Start in die neue Brutsaison, so heißt es in der Mitteilung.

Öffentliche Fütterung der Pinguine

Wer mehr über die Dortmunder Humboldtpinguine erfahren möchte, kann bei der täglichen Fütterung um 14.30 Uhr viele spannende Dinge erfahren.
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