Hundesportler setzen zum großen Sprung an: 16.600 Euro für ein modernes Vereinsgelände

dzHundesport Dortmund-Eving

Diesen Tag wird man im Hundesportverein in Eving so schnell nicht vergessen. Er wird das Leben von Mensch und Tier verändern. Zum Schluss gab es nur noch ein letztes Hindernis zu überwinden.

Eving

, 15.04.2019, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war „nur“ ein Brief, auf den die Mitglieder des Hundesportvereins Eving gespannt gewartet haben. Und zwar ein Brief, der es in sich hatte. Es geht um den Bewilligungsbescheid der Evinger Bezirksvertretung: 16.600 Euro für eine komplette Sanierung des Vereinsgeländes an der Osterfeldstraße.

Hundesportler setzen zum großen Sprung an: 16.600 Euro für ein modernes Vereinsgelände

Hier geht's rein: Die Anlage des Hundesportvereins wird in den kommenden Wochen ein völlig neues Aussehen bekommen. © Britta Linnhoff

Am Ende des Wartens gab es noch ein letztes Hindernis: Der Brief lag unten im großen Briefkasten der Hundefreunde. Man kam nicht dran. Aber man wusste sich zu helfen – mithilfe einer Grillzange wurde der Brief ans Tageslicht geholt.

Damit haben die Hundefreunde endgültig grünes Licht für ihre geplante Umgestaltung des Vereinsgeländes. Und da geht es nicht nur um ein paar Verschönerungsmaßnahmen: Ein Abbruchunternehmen wird kommen, um die Gebäude, die aus den 1980er Jahren stammen, dem Erdboden gleichzumachen. Sie alle sind in einem desolaten Zustand.

Hundesportler setzen zum großen Sprung an: 16.600 Euro für ein modernes Vereinsgelände

Die Unterkünfte sind einem desolaten Zustand. © Britta Linnhoff

Stattdessen soll hier etwas ganz Neues entstehen. Und vor allem: Es gibt endlich mehr Platz für Tier und Mensch.

Hundesportler setzen zum großen Sprung an: 16.600 Euro für ein modernes Vereinsgelände

Kaum zu glauben, dass die Gebäude erst in den 1980er-Jahren entstanden sind: Viel ist von ihnen nicht übrig. © Britta Linnhoff

Die Mitglieder um den ersten Vorsitzenden David Socha haben sich einiges vorgenommen: Sie wollen das alles so zügig umsetzen, dass sie den Teilnehmern der Landesmeisterschaft „Ralley Obedience“ (einer sportlichen Gehorsamsprüfung auf einem Parcour) beste Bedingungen bieten können. 150 bis 200 Teilnehmer erwarten die Evinger. Und da wollen die Evinger Hundesportler die Arbeit geschafft haben.

Abriss der alten Gebäude schafft Platz für zweiten Hundeplatz

Um das zu schaffen, werden alle Vereinsmitglieder tüchtig mit anpacken müssen. Vorsitzender David Socha ist trotz der bevorstehenden Arbeit bester Laune: Der Bewilligungsbescheid ist für den Verein ein Meilenstein. Sie wollen eine zusätzliche Zufahrt zum Vereinsgelände schaffen. Das bedeutet auch: Es gibt 10 bis 15 weitere Parkplätze. Nach dem Abriss der alten Gebäude mit ihren Zwingern gibt es außerdem Platz für einen weiteren Trainingsplatz für Welpen. „Dann“, so erklärt Socha, können auf den zwei Plätzen auch Hunde parallel trainieren. Ebenfalls in Planung: ein kleiner Spielplatz.

Eine Lösung muss noch für den im vergangenen Jahr angeschafften großen Aufsitzrasenmäher gefunden werden: Der steht derzeit in einem der maroden Schuppen. Im Verein denkt man über den Kauf einer gebrauchten Fertiggarage nach.

46 Mitglieder hat der Verein heute, darunter viele Jugendliche. Damit hat der Verein in den letzten Jahren eine außerordentliche Entwicklung gemacht. 15 waren es, als der heutigen Hundeverein quasi den alten MV Dortmund-Eving „übernahm“; samt Pachtvertrag.

„Der Hundesport hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert“

Seitdem hat sich nicht nur hier viel geändert: Damals sei es hier vor allem um Schäferhunde oder Polizeihunde gegangen, erzählt Soch. Oft hätten die Tiere seinerzeit Tag und Nacht in den Zwingern verbracht. Aber: „Der Hundesport hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert“, betont David Socha. „Damals ging es um absoluten Gehorsam“, sagt er. „Heute haben sich neue Sportarten etabliert.“ Und es sei egal, um welche Rasse es sich handele. Auch Mischlinge gehörten heute wie selbstverständlich dazu, so Socha.

Sozialdemokraten sehen sich vor Ort um

„Es ist viel Geld für so einen kleinen Verein“, befand Gabriele Hammacher, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Eving, die sich jetzt vor Ort mit einigen Fraktionskollegen umsah. Sie ist sich aber sicher, dass hier das Geld gut angelegt ist.

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